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Mittwoch, 17. März 2010

Psychozeit oder Nebelmenschen ändern sich wohl doch nicht

Ich muss mir mal wieder den Frust von der Seele schreiben. Letzten November schlug ein alter Bekannter unter neuem Namen in unserem Forum auf, nachdem er lange zuvor wegen massiver, rufschädigender Äusserungen gegenüber einem Mitglied des Teams achtkant rausgeworfen wurde.
Nun kam er also wieder reumütig angekrochen mit der Behauptung sich geändert zu haben und bat um Wiederaufnahme. Innerhalb des Teams beschlossen wir mehrheitlich bei drei Enthaltungen ihm eine zweite Chance zu gewähren. Eigentlich wider besseren Wissens, denn der Herr ist bekannt wie ein bunter Hund und schon aus diversen Foren rausgeflogen. Gut, dass muss nichts heissen, wir haben Leute in unsere Community integriert die in anderen Foren unangenehm aufgefallen sind. Aber bei diesem Herr fehlte wohl eindeutig das Gen für soziale Verträglichkeit. Anfangs ging es auch ganz gut ihm und als wir schon fast der Überzeugung waren, dass er jetzt über den Berg wäre, legte er los. Ich hatte mein erstes Déjà vu.
Es lag ja nicht an seiner Meinung, oder das er wieder mit den Armanen und dem Ariosophenquatsch anfing, aber seine Wortwahl liess schon bald zu wünschen übrig. Freundliche Hinweise der Moderation wurden geflissentlich ignoriert und übergangen. So macht man sich in keinem Forum Freunde. Stattdessen wurden, wie auch schon mal, PNs gewechselt, darin war jemand sich keiner Schuld bewusst, es wären immer die anderen, alle wären böse und hätten es auf ihn abgesehen, blah, rabarbher, sülz. Selbstverständlich drehte sich die Diskussion stetig im Kreis. Da kriegt selbst der netteste Admin irgendwann das Kotzen und denkt sich, wieso diskutiere ich überhaupt noch mit dem? Ganz ehrlich, da entdeckt man seine autoritären Züge.
Lange Rede, kurzer Sinn, dieses mal war für mich die Grenze erreicht als er das ganze Forum als Sekte hinstellte und mit diversen Bibelnazi und Fundi-Foren verglich. Nach diesmal nur drei persönliche Nachrichten, wurde es mir endgültig zu blöd mit ihm und gab ihn zum Abschuss frei. Er hatte seine Chance erhalten, wir haben uns dahingehend nichts vorzuwerfen und ich schon gar nicht, er hat diese nach anfänglichen Erfolgen leider nicht genutzt und verfiel wieder in alte Verhaltensmuster die ihn schon in so vielen Foren in eine Sackgasse gebracht hatten.

Donnerstag, 21. Mai 2009

Des Nachts im ICQ

Es war noch im letzten Jahr, an einem ganz bestimmten Tag. Wir hatten gerade einige unerfreuliche Ereignisse, ein Teammitglied war ausgetickt und warf mit Drohungen um sich, die Lage war angespannt und weitere Existenz des Forums, in das wir alle viel Herzblut gesteckt haben, stand auf dem Spiel.
Es war so gegen vier Uhr, die tobende Wortschlacht näherte sich dem Ende, als mich unverhofft ein unbekannter im ICQ anschrieb. Meine Laune war nicht die Beste, denn eigentlich musste ich am nächsten Tag wieder um sieben raus um zu arbeiten. Um so mehr kochte mein Blut als sich dieser unbekannte als jemand sehr bekanntes entpuppte, der dem Forum schon bei mehr als einer Gelegenheit Ärger beschert hatte. Jedenfalls behauptete er verhandeln zu wollen. Das erstaunte mich zuerst ziemlich, in wessen Namen fragte ich mich? Und was zur Hölle wollte er damit bezwecken, denn die Aufhebung seiner Verbannung stand nie zur Debatte und wird es auch nie.
Naja, ich war ziemlich pampig und wurde es noch mehr, als er statt klarer Worte nur wieder das übliche nebulöse Geschwurbel von sich gab. Bitte merken, es gibt nichts was mich um vier Uhr morgens, WERKTAGS, mehr auf die Palme bringt, wenn ich todmüde irgendwelchem sinnfreiem Gefasel und um den Brei rumgerede ertragen muss. Da ich zuvor sowieso schon geladen war, kann man sich denken wie ich reagiert habe.
Was diese Person damit bezweckte oder hoffte zu bezwecken ist mir immer noch schleierhaft, denn das ich ihn reumütig, wie ein verstossenes Kind dem ich Unrecht getan hatte, wieder in die Arme schliessen würde, kann man nur als fern jeglicher Realität bezeichnen. Einige interessante Sachen habe ich dennoch anhand dieses halbrealen Dialoges herausgefunden.

Die Person bezeichnete sich selbst als den Surtur aller gutmenschlichen Neopagans und das ich und andere die Lüge verbreitet hätten, dass er für all unsere Probleme verantwortlich wäre, wir hätten diese sogar regelrecht zur Weltordnung gemacht.
Ich weiss nicht in welcher Realität dieser Mensch lebt, er hat sich nicht viele Freunde gemacht über die Jahre und für einigen Ärger gesorgt, aber die wirklich grossen Probleme hat nicht er verursacht, da nimmt er sich ziemlich wichtig. Zu wichtig.

Dann kam er mir mit der Mitleid und Moralschiene, das lief am Ende darauf raus, dass ich natürlich schuld daran bin, dass er keine Wiedergutmachung leisten konnte, als ob er das jemals versucht hätte. Ich glaubte nicht, dass er das weder ernst noch ehrlich meinte, in meinen Augen nur ein Versuch seine Unfähigkeit und seinen Teil der Schuld auf andere abzuwälzen, so wie er es immer tat. Alle anderen sind die Bösen, er ist anständig und rechtschaffend und soll gefälligst vernichtet werden.

Die Leier ging natürlich noch weiter, ich selber hätte ne Menge Dreck am Stecken und sollte mich fragen ob ich der Gute und Reine bin als den ich mich gerne hinstellen würde. Also ich kungele nicht mit Nazis und Rassisten, ich belüge nicht meine eigene Community und hinter mir steht kein Verlag und keine rechtsextreme Organisation. Da bin nur ich allein.
Über das Gut und Rein, Palladin in schimmernder Rüstung, ect...was soll ich dazu sagen? Ich bin ein hundskommuner normaler Mensch mit all seinen Schwächen und Problemchen, nur gehe ich damit nicht hausieren und wehre mich auch dagegen auf einen Sockel gehoben zu werden. Ich mag keine Sockel und hohen Rösser, da ich akrophobiker bin.

Tja, mit dem Jungen haben wir wirklich gravierende Fehler gemacht, das sehe ich jetzt ein. Wir hätten viel früher konsequent sein sollen, dann wäre es nie dermassen eskaliert. Stattdessen haben wir reagiert wie Traumtänzer, wobei man anmerken muss, dass wir damals vollkommen unerfahren waren, und versucht ihn mit Reden zur Vernunft zu bringen. Dabei wäre es besser gewesen wir hätten ihn gleich nach den ersten Vorfällen verwarnt und ihn im Wiederholungsfall rausgeschmissen. Das sind nun mal Erfahrungswerte, die einen lernen leichter, die anderen, so wie wir, mussten es auf die harte Tour lernen.

So das wars wieder mal und hoffentlich zum letzten mal was diese Person angeht.

Mittwoch, 20. August 2008

Trolle mal wieder....

Gestern hatte ich hier noch von trollfreier Zone im Paganrealm geschrieben, naja am Abend meinte einer das beenden zu müssen, ein Ex-User mit einem gewissen Groll, besonders was mich betrifft. Sieht ganz so aus, als ob ich ihn auch zu meinen Lesern rechnen könnte, aber das stört mich nicht wirklich.
Aber warum thematisiere ich das hier? Ganz einfach, manchmal frage ich mich was in den Köpfen gewisser Menschen vorgeht, was dazu treibt das zu tun was sie nun mal tun und warum sie sich so verhalten. Gut, in manchen Fällen will ich das im Interesse meiner eigenen geistigen Gesundheit lieber nicht wissen. Aber in diesem Falle frage ich mich wirklich was ihn geritten hat.
Eines muss man ihm lassen, er ist hartnäckig, schon das fünfte mal innerhalb von weniger als einem Jahr. Nur kreativer wird er nicht wirklich, man erkennt ihn sehr schnell an Sprache und Ausdrucksweise, da kann er sich noch so sehr versuchen zu verstellen. Er hat einfach gewisse Charakteristika, die er nicht kaschieren kann oder sich gar nicht erst die Mühe macht.
Auch merke ich irgendwie, dass ich gewisse notorische Störenfriede langsam auch an ihrer Energie erkennen kann, als er sich gestern anmeldete hatte ich als allererstes ihn im Sinn. Auch wenn er sich diesmal als 14-jähriger ausgab mit Lese- und Schreibschwäche, da war der Fall für mich soweit klar, denn die Rechtschreibfehler wirkten sehr bemüht, die Ausdrucksweise und die Aggressivität. Irgendwie ein billiges Lokistück.
Was solls, ich gab mein OK für die Freischaltung, denn ich dachte mir, wenn er sich unbedingt zum Affen machen will dann soll er. Ich wusste irgendwie, dass er auch gar nicht erst dazu kommen würde uns das Forum vollzumüllen, dazu ist er zu starr auf seiner Streitsuchts- und Aggressionsschiene. Lange Rede kurzer Sinn: er führte sich wieder auf wie immer, ich weiss nicht ob man das Mut zur Peinlichkeit nennen kann, aber den Stuss den er von sich gab würde nicht mal ein 14-jähriger von sich geben. Aber wies aussah suchte er nur gezielt Streit, was ihm allerdings verweigert wurde, als es dann mit Drohungen weiterging habe ich das Trauerspiel beendet. Thread zu Account zu, finito. Da fackel ich jetzt nicht mehr lange und das gestern war zwar teilweise noch amüsant, aber definitiv zu lange.

Wie dem auch sei, was hat den wieder geritten? Entweder macht es ihm Spass, oder er lädt bei uns konsequent seinen Frust ab oder kommt einfach auf dumme Gedanken, wenn er wieder zu sehr seinem Freund in der Flasche zugesprochen hat. Ich weiss es nicht, aber irgendwie tut er mir nur noch leid.

Ein weiteres trauriges Kapitel was ihn betrifft.

Dienstag, 19. August 2008

Trollfreie Zone

Sodele, wieder mal was von meinem Modjob im Paganrealm. Selbiges ist nun nämlich seit bald einem Monat wieder trollfreie Zone, kein mieser Intrigant mehr, der im Hintergrund seine Intrigen spinnt oder Foren gegeneinander aufhetzt und kein impulsiver Ex-User mehr der im Vorstellungsbereich wegen Gedichten rumtrollt.
Irgendwie sind wir bis auf eine Ausnahme dieses Jahr von der grossen Trollplage verschont geblieben, nicht so wie das Panpagan, aber gut grösseres Forum heisst auch mehr potentielle Trolle.

Aber was reizt denn eigentlich Leute am sogenannten Trolling? Bei den einen wird es sicher nur Spass an der Freude sein, dass man mal eine ganze Menge Leute mit irgendwelchem Stumpfsinn ärgern kann und die volle Aufmerksamkeit geniesst. Jedenfalls so lange bis ihn die Community kollektiv die Verbaldresche verpasst oder ihn die Mods vor die Tür setzen. Aber irgendwann schwindet bei dieser Kategorie Troll das Interesse und er verschwindet sang und klanglos aus dem kollektiven Gedächtnis und das Leben geht weiter seinen Gang.
Naja dann gibts noch die, die sich einfach sehr wichtig nehmen und Probleme mit anderer Leute Meinungen haben, wie der letzte der bei uns nach seinen Spielchen gleich achtkant rausgeflogen ist und sich nun mit dem Bodensatz rumtreibt. Wie sagt man so schön gleich und gleich gesellt sich gern.
Aber das wars auch schon, wenn ich drüber nachdenke was wir sonst noch an Trollen hatten muss ich ziemlich weit zurückdenken. Stimmt da war noch diese misantrophische Blackmetallerkarikatur, der mit seinem vollkommen übertriebenen Verhalten und seiner demonstrativ zur Schau gestellten Misantrophie, die im Grunde keine Sau wirklich interessierte und geschweige sich denn daran nervte, mit ziemlich viel nichtssagenden Beiträgen im alten Forum rumtrieb. Die Sperre handelte er sich schlussendlich dadurch ein, dass er psychisch angeschlagene Userin als Lowlife verspottete und im Anschluss gleich die ganze Community mit diesem überaus netten Wort titulierte. Da er sowieso nicht viel intelligentes zum Forenleben beitrug ausser krampfhaft mit seiner Misantrophie provozieren zu wollen, war die Entscheidung darüber wie man darauf reagieren wollte sehr einfach, besser gesagt Aresius hat die Sache vorweg genommen und den Wicht gesperrt. Ohne grosse Worte und einfach sauber.
Hm, dann war da noch der Artgermane, der sich gleich zu Beginn viele Freunde machte und sich dann wunderte, dass die Artgemeinschaft keine Freunde bei uns hatte. Daraufhin wurden alle mal als linker Haufen betitelt und vor allem weigerte er sich konsequent einen faschistischen Link aus seiner Signatur zu entfernen. Oh Götter waren wir damals noch nett. Wir hätten den Link einfach selber entfernen, kommentarlos, und ihm mal zwei Wochen Zeit zum Nachdenken geben sollen. Schlussendlich haben wir ihn aber gleich ganz entsorgt, solche Leute machen nur Ärger und sind für das Forenleben etwa ähnlich produktiv wie ein zweiter Bauchnabel an der Backe oder Hoden am Kinn. Schlussendlich hat der Herr ja zusammen mit unserem langjährigen Obertroll in einem politisch höchst fragwürdigen Forum Unterschlupf gefunden. Aber nach dessen Aus verschwand er wieder in dem Loch aus dem er hervorgekrochen ist.

Jaja, Trolle, manchmal nervig und zeitraubend und manchmal einfach nur amüsant, vor allem als Moderatorannekdote auf einem Forentreffen. Wie dem auch sei, sie haben auch gute Seiten, sie schweissen ein Modteam regelrecht zusammen, wir lernen von ihnen und lernen über sie und verbessern uns dank ihnen ständig dabei das Forum sauber zu halten. Aber auch die User profitieren, auch wenn sie es vielleicht auf den ersten Blick nicht sehen, aber ein paar Trolle können eine Community dazu bringen zusammen zu stehen und geschlossen Front gegen den Störenfried zu machen. Ausserdem beleben sie ein Forum, klar ein bisschen Streit und Ärger, böse Worte und hitzige Debatten, aber sowas belebt wirklich. Aber die besten Trolle sind die, die sich dann in anderen Foren über uns ausheulen oder dort Stimmung gegen uns machen wollen. Wirklich, sie glauben uns damit schaden zu können, aber in Wirklichkeit rühren sie für uns ungewollt die Werbetrommel, denn so tauchen wir bei google vermehrt auf und User anderer Foren kommen mal bei uns vorbeischauen ob wir denn wirklich so abartig böse sind. Und manche bleiben sogar, weils ihnen bei uns gefällt.

Also liebe Trolle, wir können eure ganze negative Energie ins Leere laufen lassen oder sogar umwandeln und ihr stärkt uns, anstatt uns zu nerven oder zu schaden.
Ihr könnt machen was ihr wollt, wir profitieren von euch, ob ihr das wollt oder nicht.

Das Wesen der Nacht Forum

Vor einiger Zeit hatten ich und ein paar andere vom Team wieder mal im Chat der Hexengemeinde mit unserem grossen Störenfried zu tun. Naja ausser das er so ziemlich allen auf die Nerven ging, lief eigentlich nix. Aber wir lernten bei der Gelegenheit Wulfric kennen, der sich über einige Geplänkel mit unserem Spezi köstlich amüsierte. Weil er sich interessierte was da alles lief, der Dialog mit Spezi war sehr strange, vor allem was seine wirren Äusserungen betraf, setzten wir ihn ein wenig ins Bild. Da wir bei dieser Gelegenheit halt öfters und fast zwangsläufig das Paganrealm erwähnen mussten, wollte er sich das mal näher angucken und es gefiel ihm so gut, dass wir an diesem Abend einen User mehr hatten. Danke Spezi.
Im Gespräch erfuhren wir, dass er auch sein eigenes Forum hatte, dass sich unter anderem mit Magie, Theriantrophie und anderen Dingen auseinandersetzte. Vom Aufbau her wirklich schön und mit viel Liebe gemacht, aber leider nicht gerade der beste Hoster. Als wir ihn verlinken wollten schaltete sich Aneas ein und bot an unserem Freund die Gelegenheit zu geben, das Ganze professionell zu gestalten. Eine eigene Domain, besserer Hoster und bessere Forensoftware. Die erste Hürde ergab sich mit der Domain, unser befreundeter Forenadmin war leider noch nicht volljährig, was aber seinem Wissensdurst und Engagement keinen Abbruch tat. Aneas beschloss daraufhin, dass für ihn zu regeln, damit der Traum nicht zu platzen drohte. Und kaum eine Woche später war Wulfric Herr eines neuen Forums, dass sogleich mit der gleichen Liebe zum Detail gestaltete wie sein altes. Wir beschlossen, um die Zusammenarbeit noch etwas zu verstärken und um ihn etwas von unserer Erfahrung profitieren zu lassen, in seinem Team einzusteigen. Für uns alle kein wirklicher Mehraufwand, denn das Forum erfreut sich noch nicht der gleichen Betriebsamkeit wie unseres.
Seither läuft das Wesen der Nacht Forum ziemlich gut, es hat schon einen kleinen Kern von Usern und auch die ersten Diskussionen rollen gut an. Einzig die Werbung, die muss noch etwas besser koordiniert werden, aber da gibt das Paganrealm als verlässlicher Partner gern Schützenhilfe, aber auch in technischer Hinsicht und rechtlichen Dingen, wie dem Leitfaden zur Handhabung des Urheberrechts.
Ich denke das Forum ist auf jeden Fall ein Besuch wert, auch wenn das Durchschnittsalter wesentlich niedriger ist als bei uns.

Probiert es doch mal aus: http://www.wesen-der-nacht.info/

Freitag, 15. August 2008

Der Moderator - oder der Depp vom Dienst.

Ich bin vor einigen Tagen über diesen Artikel beim Spiegel online gestolpert, einfach mal gegoogelt weil ich doch mal wissen wollte ob irgendwo im Netz Moderatoren mal über ihre Erfahrungen schreiben. Sozusagen Weiterbildung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,342861,00.html

Ich musste bei der Lektüre dieses Artikels mehr als nur einmal schmunzeln, vor allem was die autoritären Züge angeht, aber auch mehrmals nachdenklich nicken.

Der Moderatorenjob ist auf eine Art wirklich undankbar, man setzt sich gehässigkeiten aus, ist der Buhmann wenn mal was nicht läuft, kommt erst recht unter die Räder wenn man einen Fehler begeht oder eine unpopuläre Entscheidung trifft. Und dann schlichtet man Streitereien, vermittelt zwischen Konfliktparteien oder spricht ein Machtwort.
Das sind so die Sachen die allgemein mit dem Job in Verbindung gebracht werden, aber da ist noch mehr. Man setzt sich nicht nur intensiver mit den Usern auseinander und übernimmt Verantwortung für das Forum, nein, man hilft auch mit es zu gestalten. Viele Unterforen müssen auch themenspezifisch gepflegt werden, manchmal ein wenig beleben, mit einer neuen Diskussion oder indem man einer bestehenden eine neue Wendung gibt. Dann muss auch aufgeräumt werden, damit die User auch immer das finden was sie suchen, dazu gehört auch die Leute daran erinnern, das ein Thread über Kelten nicht in das Asatruforum gehört zum Beispiel. Undundund.

Etwas anderes ist es dann, wenn man zusammen mit dem Team die Planungen für die Zukunft macht, Hand in Hand mit dem Admin arbeitet, ein neues Projekt aufzieht um die teaminternen Abläufe zu verbessern, Ideen umsetzen und Wettbewerbe organisieren. Ich glaube ich könnte endlos weitermachen, es gibt soviele Möglichkeiten.

Die Arbeit eines Moderators ist vielseitig, aber wenn man dann das aufgeräumte Forum durchsichtet, die Diskussionen verfolgt und man immer mehr merkt, dass sich das Ganze langsam selber ohne Zutun trägt und sich eine Community bildet, das schafft dann die tiefe Befriedigung. Es ist mehr die Arbeit im Hintergrund, die eigentlich einen Moderator aufbaut, nicht das autoritäre Einschreiten bei Streitigkeiten. Hier finde ich meine tiefe Befriedigung und das macht mir Freude, da macht es mir nichts aus, wenn diese Arbeit nur am Rande wahrgenommen wird und hauptsächlich im Hintergrund verläuft.

Ich denke, die besten Moderatoren die ein Forum haben kann sind fleissige und vor allem Kreative Schwerstarbeiter mit grundlegendem Verständnis für das Zwischenmenschliche, die jedoch nicht die Dankbarkeit der Usermasse angewiesen sind. Nicht das jeder Moderator nicht 2 cm wächst wenn er von einem User ein positives persönliches Feedback bekommt, aber er muss es auch ohne können.

Hm, das klingt jetzt schon fast wie ein Stellenbeschrieb. Naja, im Grunde ist es ja einer.

Wer traut sich das zu?