Donnerstag, 14. August 2008

Die Paganrealm-story: Bessere Zeiten, die Rückkehr des Störenfriedes und der Dichterkrieg

Es war um Walpurgisnacht als wir den ersten Schritt machten und ich bin Starfire heute noch unendlich dankbar dafür. Die beiden Communitys hatten nun bald zwei Jahre nebeneinander existiert, nun sah es so aus, dass es eine offizielle Annäherung geben würde. Nun, eigentlich standen wir immer in Verbindung, Admins und Mods verschiedener Foren tauschen sich nun mal aus. Aber dieses Mal wollten wir es offiziell machen.

Langsam ging es auch mit dem Forum wieder bergauf und pünktlich, immer wenn es wieder gut ging, meldete sich Störenfried wieder. Diesmal hatte er sein eigenes Forum aufgemacht, der erste Anblick war ein erschreckendes Déjà vu, das Forenlayout, der Hoster, alles gleich wie beim allerersten Paganrealm. Und auch gewisse User kamen einem bekannt vor, all diejenigen die wir gesperrt haben waren nun dort. Déjà vu Nummer zwei. Irgendwie kam es mir vor zur Anfangszeit, nur dass diesmal die Rollen vertauscht waren. Wir waren nun das böse Panpagan und sie machten auf das freie und rechtschaffene Paganrealm. Naja, man kann sich auch so von der Zeit überholen lassen, indem man wie besessen an den alten Mustern festhält.
Wie dem auch sei, wir kümmerten uns sonst nicht weiter gross darum, warum auch, der Inhalt war mässig interessant, die Klientel etwa ähnlich, bis auf eine handvoll Ausnahmen die sich von unserem Störenfried und seinen Spiessgesellen hatten ködern lassen. Aber es waren wenige. Die grosse Userflucht blieb aus.
Was man dazu noch erwähnen muss, das Forum war teilweise nur politisch nur geringfügig weniger bedenklich, als das vorhergehende unseres Störenfriedes, aber hier machte er nun zum ersten mal die Regeln selber. Etwas dummdreist fand ich nur, dass er öffentlich bekanntgab das er von einem sehr stark am rechten Rand stehenden Verlag gesponsert wird.


Soweit konnten wir eigentlich zufrieden sein, wir hatten das Forum aus dem Sumpf von Hader und Streit gezogen und wieder auf Kurs gebracht und es fing wieder an zu laufen.
Da kam uns der nächste Troll ins Haus geflogen. Naja, anfangs war er keiner, nur hatte er Probleme andere Meinungen zu akzeptieren und dass diese genau so richtig waren wie seine eigene. Spätestens jedoch als er eine unserer Moderatorinnen aufs übelste und vor allem was unser Forum betrifft, vollkommen grundlos zu attackieren begann war das Mass voll.
Währenddessen hatte es sich jedoch zugetragen, dass ich ein nachdenkliches Gedicht verfasste, in dem ich verarbeitete, dass mir ein ehemaliger User Prügel androhte. Ich war der Überzeugung, dass er an jenem Abend unter Alkoholeinfluss stand, was er jedoch nicht so sah und das so persönlich nahm um sich bei uns anzumelden um mir die Meinung zu sagen. Nun weit kam er nicht, denn Trolle haben mittlerweile ein saures Leben bei uns, aber er lief mir auf gut Deutsch mit seinen gar ziemlich derben Äusserungen und ziemlich primitivem Auftritt voll in den Hammer. Es war schon fast eine Einladung und da lasse ich mich nicht zweimal bitten.
Aber die Sache zog sich hin, zum einen schlug unser angehender Troll vor seiner Sperre bei unserem Störenfried auf und versuchte als allererstes Stimmung gegen uns zu machen, das war auch nicht besonders schwer, da ja dort viele mit uns auf Kriegsfuss standen. Hier mal ne Aussage verdreht und da mal ein wenig Flunkern und dazudichten und schon hat man die schönste Hetzkampagne. Beispielsweise, dass die Mods willkürlich Sachen löschen, User grundlos sperren, Postings verschwinden lassen oder heimlich nacheditieren und ähnlicher Schwachsinn. Heute kann ich, den Göttern sei dank, drüber lachen.
Aber damals....Nun ja, dann kam die Sache mit den Gedichten, der eine User der mir das Gedicht so krumm genommen hatte schrieb nun ein Spottgedicht über mich, da nahm ich den Ball auf und schrieb eines über ihn und schon tobte über zwei Foren hinweg ein Dichterkrieg.
Doch geriet der spätestens dann ausser Kontrolle, als ich in deren Forum einen eigenen Thread gewidmet bekam, der sich mit meinen Verbrechen und meiner Tyrranei befasste. Auf einmal war ich an Sachen schuld in die ich nie involviert war, naja Humor ists, wenn man trotzdem lacht. Aber unseren Troll haben wir dennoch verbannt, weil was er da über unsere eine Moderatorin vom Leder zog, das war dann doch der Gipfel der Geschmacklosigkeit.

Seither herrscht Ruhe und darüber sind wir auch ganz glücklich, denn die Herren hatten auf ihre Weise auch unfreiwillig Werbung für uns gemacht. Dafür danke ich ihnen ganz herzlich.
Und was den Störenfried angeht, ich hatte nun das Vergnügen ihn zwei mal in der Realität zu erleben und abgesehen davon, dass er massiv schlechte Energie verbreitet kam ich für mich selber zur Frage wie ich bloss fast ein Jahr lang meine Energie an so einen armseligen Menschen verschwendet habe. Seither ist er Geschichte.
Sein Forum, jedenfalls so wies aussieht wird es bald mit ihm sein. Die Energie dort war noch nie gut und es war abzusehen, dass es sich innert Jahresfrist totläuft.

Bei uns hingegen brummt die Kiste, das Paganrealm strotzt vor Leben und Gesundheit, es wird diskutiert, es werden Meinungen ausgetauscht. Ich sage dies mit Stolz, es ist eine Freude dort Moderator zu sein. Wir sind auf einem guten Weg und wir werden von Tag zu Tag besser, all die Erfahrungen der Vergangenheit zahlen sich nun langsam aus und es geht stetig bergauf. Sicher werden uns noch einige Krisen bevorstehen, doch dank all dem was wir erlebt haben bin ich mir sicher wir werden es schaffen.

Kommentare:

Die Krähe hat gesagt…

Jetzt wo man unseren gesamten Weg mal so in einem Rutsch vor Augen hat, muß ich sagen, war wirklich ein ganzer Berg an Widernissen, Problemen und Gedöne, den wir da bewältigen mußten.

Aber das schöne daran ist ja, daß man daraus immer etwas für die Zukunft gelernt hat und wir quasi gestählt wurden, für all die Herausforderungen, die da noch auf uns warten.

So schnell kriegt keiner mehr das Paganrealm klein! Da sag ich dann auch mal "Danke!" *g*

LG
Krähe (z.Z. etwas melancholisch in Gedanken an die Vergangenheit, aber voller Tatendrang und Optimismus für die Zukunft)

Sir Mauriac hat gesagt…

Ja, wir hatten allerdings eine bewegte Geschichte. Ich bin erstaunt das es uns immer noch gibt, bei all dem Mist den wir durchmachen mussten. Wir haben so ziemlich das übelste vom Übelsten abgekriegt und wir sind immer noch da.

Aber du hast recht, nur wer mal krisengeschüttelt war, kann eine gewisse Festigkeit was Krisen betrifft erreichen.