Dienstag, 21. April 2009

Dies wird mein Jahr!

Und es ist mir verdammt nochmal vollkommen egal wenn irgendjemand anders darüber denkt, damit kann ich leben.
In den letzten Jahren war ich wirklich ein Mitglied im Club der SPV (Super Pechvögel), das Leben hat mich ziemlich hart rangenommen und mich gezwungen in vielen Dingen Kräfte zu sparen und einfach mal die Füsse still zu halten.
Seit dem Sommer 05 ist viel passiert, es war wirklich eine sehr lange Durststrecke die mich manches mal an den Rand meiner Kräfte brachte, zumindest glaubte ich das. Doch immer wenn ich dachte: es geht nicht mehr weiter, ging es eben doch, auch wenn das bedeutete, dass ich gewisse Dinge kräftemässig einfach aussitzen musste. Das hat mir manchmal überhaupt nicht in den Kram gepasst, aber was will man tun, wenn die Wahlmöglichkeiten beschränkt sind? Wenn man nur vor der Wahl steht zwischen weitermachen und mangels Kraft scheitern oder halt einfach die Füsse stillhalten und Kräfte sparen um auf einen günstigen Augenblick zu warten. Geduld, das war der Schlüssel in vielen Situationen und ich gehöre nicht unbedingt zu den archetypischen Vertretern dieser Tugend. Der zweite Schlüssel war Ausdauer in Kombination mit Willenskraft, wenn es einfach darum ging weiterzumachen und durchzuhalten.
All das habe ich vor allem letztes Jahr gebraucht, zuvor auch ja, aber nicht so extrem wie im letzten Jahr wo es zu gewissen Zeiten knüppeldick von allen Seiten kam. Zuerst legte eine Infektion mein Verdauungssystem lahm, die Folgen waren Gewichtsverlust, Kräftezerfall und der vorübergehende Verlust der Arbeitsfähigkeit. Aber keine Sorge, wenns einen trifft dann richtig, denn das war damals erst der Anfang, es folgten der grosse interne Krach im Forenprojekt, wo ich mich am Ende wider Willen als Chef wiederfand. Von allen Dingen war es das, dass am meisten meine Kräfte aufzehrte und die Vision, dass es mich schlussendlich aussaugen würde, hing wie ein Damoklesschwert stets über mir. Es verwundert natürlich nicht im geringsten, dass unter diesen Belastungen meine depressiven Verstimmungen so richtig schön regelmässig wiederkehrten, meist zusammen mit Zuständen der Erschöpfung.
Es war teilweise sprichwörtlich zum Kotzen, eine Vielzahl von Dingen die jenseits von Gut und Böse waren und Null Saft in den Batterien. Naja was tun? Klingt dumm, aber ich habe mich fürs Abwarten entschieden, denn der Körper braucht als allererstes Zeit um wieder hochzukommen und als der einigermassen wieder da war hatte ich auch wieder einen Job und dadurch wieder etwas Geld. Aber das andere brauchte Zeit und eine Menge Kraft. Ohne Geduld und Ausdauer wäre da nichts zu machen gewesen, aber es hatte seinen Preis.

Jetzt, genau ein Jahr nach dem ganzen Schlamassel blicke ich zurück, über gewisse Dinge kann ich heute nur den Kopf schütteln und bin froh, dass es soweit abgeschlossen ist.
Aber so ist nun mal das Leben, so bitter und hart das klingen mag, und dennoch geht es weiter.
Vor allem geht es wieder vorwärts, wenn auch zu langsam für meinen Geschmack, aber mein Gefühl sagt es immer wieder: dies wird mein Jahr! Und ich werde auch dann dabei bleiben wenn es nun in unsagbarem Pech und Elend enden sollte, es ist mir egal, denn mit Pech und Schicksalsschlägen kann ich mittlerweile leben oder zumindest habe ich gelernt damit zurechtzukommen. Und dennoch, troz der Tatsache, dass ich weiss was das Leben den Menschen antun kann, ist mein Optimismus ungebremst und grenzenlos. Sie ist wieder da die unerschütterliche Zuversicht. Alles wird gut, solange ich mein Bestes gebe und das Ziel nicht aus den Augen verliere.


Dies wird mein Jahr!

Komme was wolle!

Kommentare:

Hexe hat gesagt…

Genau die richtige Einstellung. Und nicht nur dieses Jahr sondern auch alle die folgenden.

Sir Mauriac hat gesagt…

Tja, wenn mir mein Jahr gefallen hat, werde ich das natürlich wiederholen. ;-)