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Freitag, 4. Januar 2013

Zeit des Umbruchs

Lang ist es es her seit ich mich zum letzten mal gemeldet habe, aber es hat sich vieles getan in den fast anderthalb Jahren. Im neuen Job habe ich zahlreiche Klippen mit harter Arbeit, Fleiss und viel Engagement mit Bravour gemeistert. Es war, und ist es immer noch, eine Zeit der Herausforderungen. Aber auch privat kann ich nicht klagen, ich lebe nun seit einem Jahr ein sorgenfreies Leben. Gerade weil das in der aktuellen Zeit nicht jeder von sich behaupten kann, bin ich darüber um so dankbarer.

Momentan geniesse ich die Ruhe und das nicht Müssen, sondern dass ich tun kann was ich möchte. Kein Damoklesschwert mehr das mir im Nacken hängt, Arbeit die mich belebt und fordert anstatt runterzuziehen und schlussendlich ist es auch wieder schön Energie für Neues zu haben, anstatt sie rein nur zum täglichen Überleben verwenden zu müssen.
Schliesslich hat sich auch in meinem Umfeld an vielen Orten einiges zum Besseren gewendet.
Als Folge dieses allgemeinen Umschwungs konnten wir sogar wieder unseren Stammtisch wiederbeleben, hin und wieder kleinere Feste feiern und sogar wieder gemeinsam sumbeln. Etwas was ich in der vorangegangenen Zeit des Haders und des Zwietrachts schmerzlich vermisst habe.
Es ist zwar nichts mehr so ganz wie vorher, wir sind alle etwas andere Menschen geworden und das erlebte hat uns geprägt, doch wie es scheint haben wir es überwunden und das Beste daraus gemacht.
Einen finalen Schlussstrich unter die vergangene Zeit haben wir gerade letzthin gezogen, als wir wieder gemeinsam mit der alten Sitte ein wundervolles Rauhnachtsfest feierten.
An dieser Stelle kann ich nur den Höchsten für diese wunderbaren Menschen danken, die in meinem Leben einen besonderen Platz einnehmen. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, so möchte ich keinen von ihnen missen.

Auf der Arbeit warteten im letzten Jahr viele Herausforderungen auf mich, ich musste in einem Job Fuss fassen der komplexer und herausfordernder kaum sein könnte. Im Grunde habe ich innert eines Jahres fast eine zweite Berufslehre gemacht und es war einfach nur der Hammer. Auch wenn mich zeitweise mein Körper etwas im Stich liess und ich immer wieder hart an der Grenze zur Überforderung entlangschrammte, habe ich mich der Herausforderung gestellt und mein Bestes gegeben. Es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Gehaltserhöhung fürs neue Jahr ist dabei nur eine Form der Anerkennung meines Einsatzes, nein, viel mehr freut mich die persönliche Anerkennung und die Dankbarkeit, die ich durch meinen unermüdlichen Einsatz erhalte. Die beiden letzteren kann man nicht mal in Gold aufwiegen.
Vor zwei Jahren dachte ich, dass es nur noch besser werden könne, egal wohin ich gehe. Das es so gut wird, hätte ich mir nicht träumen lassen. Auch hier gilt mein Dank den Höchsten, denn so sehr ich sie durch meine Taten geehrt habe, so denke ich, dass ich bestimmt auch von ihrer Seite Unterstützung bekommen habe.

Aber ich habe auch Dinge zurückgelassen. Als erstes habe ich das PaganRealm-Projekt endgültig beerdigt, denn ich hatte weder die Energie noch die Kraft mich noch weiter darum zu kümmern. Einzig die Domain habe ich mir weiterhin gesichert, aus bekannten Gründen. Nichtdestotrotz bin ich dankbar für die teilweise dennoch schöne Zeit und für die Menschen die ich dadurch kennenlernen durfte. Doch eins ist mir klar geworden, gelebtes Heidentum findet in unserem täglichen Leben statt, nicht im Netz. Nur indem wir in die Welt hinaus gehen und leben, so finden jeder für sich selber seinen Draht zu den Höchsten. Das und vieles mehr ist mir in den letzten Monaten mehr und mehr klar geworden und somit bereue ich diesen Schritt in keinster Weise.

Übriggeblieben von meiner Netzaktivität ist wohl einzig dieser Blog. Ich werde ihn gelegentlich immer wieder mal fortsetzen und hier ohne grössere Ambitionen ein bisschen laut denken.

In dem Sinne bin ich hier mal zurück, aber erwartet nicht allzuviel.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Heidentum ist kein Faschismus

Letzte Woche erreichte das Paganrealm folgendes Mail:

10./11.September 2010
Pößneck/Thüringen
So genanntes "Fest der Völker" der Nazis verhindern!
( http://heidentum-ist-kein-faschismus.jimdo.com )

Liebe Freunde,
liebe Anhänger naturspiritueller Religionen,

im Rahmen unserer Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" versende ich heute E-Mail mit dem Aufruf am 10. bzw. 11. September 2010 gegen Nazis aktiv zu werden. Manche kennen den Sachverhalt bereits aus diversen heidnischen Foren oder sozialen Netzwerken im Internet. Andere haben wir noch nicht erreicht. Deshalb soll eine Rundmail - die gern auch weitergeleitet werden darf - die Online-Mobilisierung ergänzen!

Die Notwendigkeit auch als heidnische Menschen ein Mindestmaß an Engagement gegen Rechts an den Tag zu legen, bedarf im Grunde keiner weiteren Diskussion. Bundesweit wachsen die Naziaktivitäten mit Bezug auf Heidentum an. Nachdem dies bereits in den 1980ern und Anfang der 1990er der Fall war, dann jedoch der Trend umkehrte, erlebt das "rechte Heidentum" heute erneut seine Renaissance.

Im Naturpark Südheide (Niedersachsen), im Ostharz (Sachsen-Anhalt/Thüringen) und im Vogtland (Sachsen) - um nur die Hochburgen zu nennen - kamen im Sommer 2010 jeweils bis zu 300 Teilnehmer zu den Sonnwendfeiern der Nazis. Ständig kommen bundesweit neue Orte und noch viel mehr neue Anhänger der braunen Brauchtumspflege hinzu. Wie zuletzt im Landkreis Hof (Bayern), wo die Nazis erst kürzlich einen Gasthof erwarben und bereits mit einigen Dutzend Nazis die Sommersonnwende feierten. Die Drahtzieher finden sich meist in Jürgen Riegers Artgemeinschaft. Auch nach dem Ableben des Hamburger Rechtsanwalts und Finanzier der NPD, spielt die 1951 gegründete Artgemeinschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ganz ähnlich wie einst im Thule Orden, aus dem sowohl die SA als auch die NSDAP hervorgegangen waren, befinden sich die Hardliner der Freien Kameradschaften und Kader der NPD in diesem völkisch-rassistischem Verein. Hinzu gesellen sich eine Reihe weiterer "neuheidnischer" Gruppierungen. Die Grundlage ihrer Propaganda ist eine eigene, frei erfundene Version des Heidentum.

"Die Artgemeinschaft ist kein ‘Schönwetterverein’..." sagte Rieger vor wenigen Jahren und meinte weiter: "Die Artgemeinschaft ist gezwungen worden, ein Kampfverband zu sein, der um die Möglichkeiten einer artgemäßen Lebensführung kämpfen muss".

Michael Kühnen schrieb 1992 in den "Staatsbriefen" einen Grundsatzartikel über die „Grundlagen des Heidentums“ und wollte „das Heidentum bewusst als Religion erneuern“.

Aber auch viel weniger gewalttätig zeigt sich das Gesicht des "rechten Heidentum". In Büchern und Liedern kommt es daher, beinahe unbemerkt und weit verbreitet in der Heidenszene im weiteren Sinne. Besonders "Menschen auf der Suche" sind gefährdet auf die falschen Leuten hereinzufallen. Skurrile Ansichten wie "Frauen an den Herd" oder die "Blut und Boden" Ideologie halten so Einzug in die Definition des Neuheidentum.

Trotz einiger Kampagnen und der klaren Abgrenzung von Nazis in vielen Foren und Gruppen, bleibt die Heidenszene von außen betrachtet nach wie vor nach rechts offen. Obwohl "wahre Heiden" den Nazis zahlenmäßig überlegen sind, hält die Rechte die Deutungshoheit inne. Dass noch immer naturspirituelle Menschen mit Nazis in den gleichen Topf geworfen werden, liegt nicht nur an den Nazis oder den Leuten die uns eine inhaltliche Nähe zu Nazis vorwerfen. Es liegt auch an den Anhängern von Asatru, Celtoi, Wicca und co. selbst! Gerade wir tragen die Verantwortung dafür, dass sich Nazis des Heidentum bemächtigen können!

Am 10. bzw. 11.September haben wir die Gelegenheit mit Vorurteilen aufzuräumen und naturspirituelle Religionen positiv zu besetzen (Aufruf auf unserer Webseite):

Auch 2010 planen die Nazis ihr so genanntes "Fest der Völker" im thüringischen Pößneck durchzuführen. Die Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" beteiligt sich am Bürgerbündnis und organisiert eigene Gegena(tra)ktivitäten!

Mit kulturellen und aufklärenden Veranstaltungen, wenden wir uns an die Heidenei ebenso wie an alle Nicht-Heiden. Für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Damit wollen wir dazu beitragen Vorurteile abzubauen bzw. naturspirituelle Religionen positiv zu besetzen. Aber wir wollen auch erreichen, dass sich Heiden etwas stärker gegen Rechts engagieren!

- Geplant ist die Aufführung der Dokumentation "roots germania" von Mo Asumag im Vorfeld des FdV.

- Am Tag vor dem Nazifest (Freitag, 10.September) wird von Wicca ein "Kreis der Harmonie" auf dem Marktplatz in Pößneck gezogen. Damit möchten wir "ein gutes Gefühl" verbreiten um die Stadt und ihre Menschen zu "schützen". Alle sollen einen friedlichen Tag erleben und sich nicht provozieren lassen.
Zur Verstärkung des Effekts sollen zeitgleich auch andernorts entsprechende Zeremonien stattfinden, um ein Angebot für alle zu schaffen, die nicht nach Pößneck kommen können. Wer sich dafür interessiert oder auch selbst etwas organisieren möchte, bitte melden!

- Im Anschluss daran gibt es ein Konzert mit den Singvøgeln aus Franken! Folkiger Pagan Rock/Pop mit deutschen Texten, einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik und der klaren Absage an Nazis, versprechen einen geselligen Abend mit ernstem Hintergrund.

- Und schließlich sind alle aufgerufen am Samstag den 11.September an der bürgerlichen Demonstration und den Blockaden teilzunehmen!

Wir meinen mit diesem Programm Angebote geschaffen zu haben, an denen sich jeder beteiligen kann. Und wir steigern den Aktionsgrad von Veranstaltung zu Veranstaltung. Jeder kann frei entscheiden wann es zu viel wird. Auf diese Weise werden wir den Diskussionen in der Heidenszene gerecht, in denen bisweilen nichts von "Anti"-Veranstaltungen gehalten wird. Um erfolgreich zu sein und unsere naturspirituellen Religionen nicht erneut an die Nazis zu verschenken, brauchen wir auch die Asatru, Celtoi und Wicca, die sich bislang lieber herausgehalten haben!

Helft uns diese Angelegenheit zu verbreiten! Leitet diese E-Mail weiter und postet den Text ggf. in Foren! Verlinkt Eure Webseiten auf unsere Kampagnenseite! Später soll es auch gedruckte Flugblätter geben, die wir Euch zur weiteren Verbreitung gern zusenden! Und kommt am 10.09. schließlich selbst zu uns!

Für Fragen und Anregungen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung!

Ihr benötigt Schlafplätze? Einfach anfragen!

Herzliche Grüße, Marco für H.i.k.F.


Weiterführende Links zum FdV 2010:
http://www.poessneck-nazifrei.de
http://keinfdvinpn.blogspot.com
http://heidentum-ist-kein-faschismus.jimdo.com/aktuell/fdv-2010



Wie die Krähe schon schrieb handelt es sich bei dieser Aktion nicht um eine der üblichen Antifa-Schwarzer Block-ect. Gegedemonstrationen, sondern um einen Anlass von Pagans die nicht länger zusehen wollen wie rechte Strömungen innerhalb des Heidentums diesen Glauben für ihre eigenen, fragwürdigen, politischen Ziele missbrauchen. Es ist an der Zeit auf ganz normale Weise öffentlich zu zeigen, dass Heidentum und Faschismus nicht in den gleichen Topf gehören und die grosse Mehrheit solche ewiggestrigen Praktiken weder gutheisst noch unterstützt.

Die Abgrenzung gegen die Rechtsextremen ist leider ein ständiges Thema innerhalb des deutschsprachigen Heidentums. Es ist eine leidige Geschichte, mühsam und teilweise sehr anstrengend, weshalb ich Leute gut verstehen kann, die die Politik aus dem Glauben raushalten wollen. Würde ich manchmal auch lieber so handhaben, denn sich mit den Bräunlingen abgeben zu müssen ist nicht immer sonderlich lustig, da sie manchmal nur ermüdend und nicht sonderlich unterhaltsam sind, vor allem haben sie wegen geistiger Windstille meist die gleiche Platte Lager.
Ich kann mich erinnern wie jemand von der alten Sitte erzählte wie er immer wieder die Mails filtern muss von Leuten die bei uns reinschauen wollen. Gewisse fliegen aufgrund ihrer Rethorik schon von vorneherein oder sind so offensichtlich rechtsextrem eingestellt, dass sie regelrecht danach schreien abgelehnt zu werden. Und dann, bei denen, die noch übrig sind, kommt es auf die Menschenkenntnis an, wenn man sie mal zu Gesicht bekommt.

Wie man unschwer sieht ein ernstzunehmendes Problem und wenn man sich keine braunen Eier ins Nest holen möchte, so sieht man sich gezwungen gewissen Aufwand zu betreiben.
Aber nichtdestotrotz denke ich, dass es sich niemand leisten kann neutral zu bleiben, während der eigene Glaube für Dinge zweckentfremdet und instrumentalisiert wird, ich nenne nur mal das Stichwort Artgemeinschaft, hier gilt auch für mich "wer schweigt, stimmt zu" und das darf einfach nicht sein. Vor allem möchte ich hier noch erwähnen, wird genau dieses unpolitische Verhalten ebenfalls instrumentalisiert, in manchen rechtslastigen Foren gibt man sich betont unpolitisch, wobei der Tenor meist ein anderer ist. Auch beruft man sich gern auf die Meinungsfreiheit und legt diese so aus, dass man gegen eine Meinung keine Widerworte geben darf und pervertiert auch diese Errungenschaft der Demokratie bis zur Unkenntlichkeit.

Und jetzt frage ich mich, hat all dieser ideologisch-politische Müll, diese menschenverachtenden, grenzwertigen Ansichten zu Rasse und Herkunft wirklich was mit dem Neuheidentum zu tun das ich kenne? Ganz klar NEIN, dieser Müll steht im krassen Gegensatz zu dem was ich in all den Jahren kennenlernen durfte, dieser Schmutz widerspricht allem wofür das Neuheidentum meiner Meinung nach steht. ABER: dieser Schmutz prägt leider auch das öffentliche Bild von ALLEN Neuheiden, darum gehen solche Sachen wie das Fest der Völker alle Neuheiden etwas an. Aber es geht meiner Meinung nicht nur darum sich zu überlegen nach Pössneck zu fahren oder diese Aktion durch Mund zu Mund Propaganda zu unterstützen, nein, wir alle haben die Pflicht, wenn wir nicht von der Öffentlichkeit primär als Nazis wahrgenommen werden wollen, in unser aller Alltag ein Zeichen zu setzen. Und wie? Indem wir das vorleben was das Neuheidentum ausmacht und in so krassem Gegensatz zu dem steht was diese Neonazis mit NS-heidnischen Gewändchen treiben.

Freitag, 25. Juni 2010

EIn Nachtrag zum drohenden Heidenpapst.

Nachtrag zu der Namensgeschichte um den Allsherjargoden

Zitat
Um einen solchen in den Personalausweis eintragen zu lassen, bzw. lassen konnte, muss man einer anerkannten religiösen Gemeinschaft angehören.
Keine Anerkennung, kein Ordensname. (welche Hürden man hier in Deutschland überwinden muss, um als Glaubensgemeinschaft anerkannt zu werden, sind ja hinlänglich bekannt!).


Und noch der Link dazu

Nachtrag. Das Video ist leider nicht mehr da, aber wie ich Gezas "Fangemeinde" kenne dürfte schon bald wieder etwas auftauchen ohne Bilder aber wieder mit Musik.

und natürlich das hier als Schlussstrich unter diese leidige Geschichte.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Schwarze Löcher auf zwei Beinen

Es ist Donnerstag, ein schöner Tag übrigens, draussen scheint die Sonne, im Büro herrscht angenehme Ruhe. Zeit zum Nachdenken und zum Planen, zum Beispiel die nächste Lohnrunde oder wie ich mich bis zu meinem Austritt, er steht leider immer noch in den Sternen, in diesem Unternehmen noch positionieren möchte. Ich denke vor allem durch gewisse Verbesserungen in diesem administrativen Notstandsgebiet könnte ich Boden gutmachen und punkten. Oder das ich diese Festung der zentralisierten Kompetenzen aufbreche und den Chef dazu bringen kann auch mal Verantwortung zu delegieren, weil ständig lamentiert er wie überlastet er sei und das er als letzter aus dem Büro gehe. Naja für Leute mit einem eigenen Unternehmen teilweise normal, aber wenn man alles ums verrecken bei sich behalten will und nichts abgeben kann, dann habe ich da nicht sehr viel Mitleid, weil dann ist das selbstverschuldet.
Ich meine mittlerweile kann ich ja einiges dank meiner neuen Ausbildung, ich kenne mich mittlerweile mit den Sozialversicherungen gut aus und auch das Arbeitsrecht ist für mich auch kein Buch mehr mit Sieben Siegeln. Gegen Ende dieses Jahres besitze ich dann auch Kenntnisse in Gehaltswesen, Personaladministration und Entwicklung, dann ists auch schon nicht mehr weit bis zur abschliessenden Prüfung mit eidgenössisch anerkanntem Zertifikat. Das wäre dann sozusagen mein Passierschein A38 um für den Lehrgang zum Fachmann, sprich zur Berufsausbildung mit Fachausweis auf diesem Bereich zugelassen zu werden. Soweit jedenfalls die Theorie und die Planung.

Diese Woche, ich hatte zwei Wochen erholsamen Urlaub, kam ich ja wieder ins Büro. Abgesehen davon, dass anscheinend administrativ alles vor die Hunde geht wenn ich nicht da bin, eine Woche wie jede andere. Ich plante schon wieviele Stunden ich mich diese Woche meinem Hobby widmen wollte, denn immerhin wartet bei mir zu Hause einiges zum Anmalen, um diese neue Woche optimal zu beginnen. Doch wie wir wissen kam es etwas anders.
Ich hatte ja mit diesem Mann nichts am Hut bisher, ich lehnte ihn einfach nur ab und begnügte mich damit ihn zu ignorieren und hatte meinen Frieden. Bis diesen Montag, als er wie ein schlafender Vulkan so mir nichts dir nichts ausbrach und anfing für jede Menge Ärger zu sorgen, Eyjafjallajökull lässt grüssen.
Die Geschichte brauch ich ja nicht zu wiederholen, ausser das Herr Nemenyi nun sogar selber zur rethorischen Keule greift und seine Kritiker verunglimpft indem er sie "bildungsferne Pseudoheiden" nennt. Wenn ich jetzt überempfindlich wäre und mich von sowas angesprochen fühlen würde, könnte ich natürlich auch mal eine Abmahungsanwalt engagieren und könnter Herr Nemenyi einen wegen Beleidigung reinwürgen. Aber mit der Zeit habe auch ich gelernt über solch infantilen Spielchen zu stehen. Mitunter, wenn ich mich in dem entsprechenden Thread so umsehe, so merke ich wie sich laufend wiedersprochen wird, man biegt sich das Recht zurecht, obwohl sehr einschlägige juristische Onlinenachschlagewerke da eine ganz andere Sprache sprechen. Zwischen die wie bestellte Claqueure wirkenden User mischt sich immer wieder Weltenwanderers kritische Stimme, auch wenn sie dort ungehört verhallt und man auf ihn eindrischt wie auf einen Nestbeschmutzer und Ketzer. Mittlerweile ist man sogar müde sich der Kritik zu stellen und hat dicht gemacht, würde mich nicht wundern wenn der Thread Ende nächster Woche verschwunden ist, aber keine Sorge, es haben garantiert schon genügend Leute Kopien gezogen, unter anderem ich, und Google Cache ist ja auch noch da.

So langsam habe ich auch das Gefühl, dass wir hier einem riesigen PR-Gag des Obergoden aufsitzen, der sich auf Biegen und Brechen wieder ins Gespräch bringen will oder was auch immer erreichen will, anscheinend hat er sowas schon öfters gemacht. Einen gewissen Unterhaltungswert hat er ja, das muss ich mittlerweile zugeben, aber er nervt auch sehr mit seiner Art und ich kann langsam die vielen Leute verstehen, denen er mit den Jahren langsam tierisch auf den Kecks geht.
Wie dem auch sei, auch wenn er nun die Abmahnungen unrechtmässig rausschickt, wenn er denn dafür einen Anwalt findet, so wird er Widerstand stossen, soviel ist sicher, denn langsam ists wirklich genug.

Am besten für alle betroffenen der vielleicht kommenden Abmahnwelle wird sein, dass wir uns zusammentun, einen Spezialisten fürs Internetrecht engagieren, der kann dann mit dem Mann weiterstreiten und die Abmahnungskosten abbiegen. Wir haben dann unsere Ruhe, die Kosten würden von vielen Schultern getragen und sind somit mal fürs erste fein raus.

So empfohlen von Starfire dem Admin vom Panpagan-Forum der auch schon genug mit Geza zu tun hatte.

Und ganz ehrlich gesagt so würde ich es tun, weil ich habe keine Lust mit diesem Mann zu streiten, das ist unter meiner Würde und dafür ist mir meine Energie zu kostbar.
Schon jetzt bin ich ja beispielsweise mit dem Bemalplan für meine Tabletopminis eine Woche im Rückstand wegen dem ganzen Ärger, ich wollte eigentlich mal in aller Ruhe die Wächter des Tages von Lukjanenko zu Ende lesen und mit den Wächtern des Zwielichts fortfahren, aber nein, ich bin ja so gutmütig und dumm und lasse mich auf Geza ein. Ein Fehler den ich nicht wiederholen werde und für die Zukunft einfach handhaben wie Ali G "Talk to my hand."

Das ist wohl wahrhaft Gezas Blues.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Wenn der Allsherjargode mailt

Diese Woche, ich versuchte gerade mich mit etwas Kaffee von der Urlaubsentspannung zu lösen um mich dem Chaos auf der Arbeit zu widmen, als ich im Zentralrat davon las, dass ihnen Allsherjargode Géza von Neményi höchstpersönlich via unpersönlichem Massenmail mit dem Anwalt drohte.
Was war geschehen? Ein Mann um den es so lange still war, was daran lag, dass er aus ziemlich jedem Forum in der Netzheidenszene rausgeflogen war oder von vorneherein Hausverbot hatte, hatte beschlossen das nun Schluss mit Lustig wäre. Schluss mit Lustig?
Ich sehe schon ich muss zurück zu den Anfängen, zu Adam und Eva, zur Entstehung des Universums und vielleicht gar zum Urknall, treffender gesagt ins Jahr 2002. Damals hatte ein Mann namens Duke Meyer eine Idee, ein satirisches Lied über einen Mann zu schreiben der sich anmasste für alle Asatruar zu sprechen und schon den Übernamen "Heidenpapst hatte. Was herauskam hat nun Folgen für alle, denn es erblickte das Lied "Gezas Blues" das Licht der Welt. Ein Lied, dass auch nach bald 10 Jahren kaum an Bedeutung verloren hat, auch nicht für aller Heiden Zwerchfell, denn so entstand der wahrscheinlich bekannteste Spitzname des Herrn von Neményi. Ein Wort gebildet aus den Wörtern "Alzheimer" und "Goofy", ein Wort das nicht mehr genannt werden darf, wenn es nach dem Herrn von Neményi geht. Denn der findet diese Verballhornung seines ehrwürdigen Titels nicht einfach Göttlich.

So hat er nun beschlossen alle die diesen Namen benutzen zum Schweigen zu bringen und die lachenden Spötter mittels eines Anwalts vor Gericht zu zerren, denn Abmahnen geht ja leider nicht wirklich. Ich verweise mal auf den Blog einer guten Freundin, die von ihm Post bekommen hat. So kommen denn seine Mails wie ein göttliches Strafgericht über all jene wo auch nur die Spur einer Verballhornung ist und seien es nur Zitate. Wie scheinbar in blinder Wut wird abgemahnt.

Düstere Wolken brauen sich nun zusammen, doch nicht über allen, denn die grossen Gemeinschaften wie der VfgH, der Rabenclan oder gar der Eldarring blieben bis jetzt meines Wissens von seinen Mails verschont. Doch war es in der Geschichte generell schon immer so, dass Orte gemieden wurden wo man mit zuviel Widerstand oder gar hohen Verlusten oder einer Niederlage rechnen musste. So trifft es denn diejenigen die man für schwach und wehrlos hält, doch mit den vermeintlich Schwachen ist es wie mit Minenfeldern, einmal auf die falsche Stelle getreten kann es passieren, dass man danach etwas vermisst.

Falls jemand näheres wissen möchte, hier ist noch eine Liste der Betroffenen:

-Der Zentralrat der Heiden
-Die Keltische Krähe
-Das Paradies (Haben jedoch dem Frieden zu Liebe schon eingelenkt)
-Das PaganRealm
-Der Hexenzirkel (jedoch bis jetzt ohne grosses Echo)

Die Sammlung kann beliebig erweitert werden, für Hinweise bin ich dankbar.

Findige Augen haben nun sicher bemerkt, dass auch das Paganrealm auf der Liste ist. Das ist korrekt, auch wir haben das entsprechende Mail erhalten und das, man höre und staune, weil in einem einzigen Beitrag eine Zeile aus dem Lied "Gezas Blues" zitiert wird und dummerweise gerade das böse Wort wo Alzheimer und Goofy drin vorkommen. Der Beitrag kann leider nicht mehr öffentlich eingesehen werden.

Sonntag, 10. Januar 2010

Leben statt Quatschen

Das Heidentum, oder Neo-Paganismus. Vordergründig tolerant solange es nicht um Christen oder Vertreter von Menschen geht die einem nicht ins Welbild passen. Seit Jahren streife ich durch die Welt der Internetheiden, gehe auf Heidentreffen, bin Mitglied in der alten Sitte und führe seit einem Jahr ein paganes Webforum. Die Problematik die ich jedoch dabei antreffe ist meist dei gleiche und mit Glauben in dem Sinne hat das Ganze eigentlich nicht immer was zu tun. Dabei wäre es so einfach wirklich eine Alternative zu schaffen. Ich meine warum sollten Heiden sich durch weiss der Geier was abheben von der Masse oder abgrenzen? Warum? Wir sind doch letztendlich auch ein Teil der Gesellschaft in der wir leben, ist das woran wir glauben wirklich so gross, dass das jetzt einen so wahnsinnigen Unterschied macht? Naja, so hat es im Christentum auch angefangen, aber wollen wir wirklich ausgetrampelte Pfade beschreiten die genau dahinführen zu dem was wir kritisieren? Dogmatismus, Machtspielchen, Klerus und vieles mehr?
Wir brauchen keine Lobby, ich wüsste nicht für was, denn der Glaube tendiert dazu kugelsicher zu sein und die Verfolgung von glaubenden Menschen hat noch nie etwas gebracht noch den Glauben ausgerottet. Eine Lobby braucht man für die Politik, wenn man Einfluss nehmen will und, das unterstelle ich jetzt mal, eine kirchenähnliche Struktur mit Hohepriestern und Dogmen bilden will. Aber das halte ich bei den Heiden für schlichtweg unmöglich, weil dafür müsste man alle auf eine Linie trimmen, also auf einen gemeinsamen glaubenstechnischen Nenner bringen, so wie das in den frühen Kirchenkonzilen gemacht wurde. Da die Heiden jedoch sehr stark individualistisch veranlagt sind, da keine Priesterschaft eine einheitliche Lehre vorgab, sind auch die Ansichten in Punkto Glaube sehr unterschiedlich. Ein guter Freund bezeichnete das mal als drei Heiden Fünf Meinungen. Aber darin liegt auch die Stärke, das nimmt jeglichen machthungrigen Möchtegerntheokraten den Nährboden, sprich eigentlich zerstört das die Grundlage einer totalitären Glaubenswelt.
Nichtdestotrotz versucht man seit Jahren für die Heidenwelt eine Vertretung gegen aussen aufzubauen und das betrifft jetzt nicht nur Gestalten wie Geza von Nemeny, seines Zeichens selbsternannter Obergode und Heidenpapst, der auf Du und Du mit allen Göttern ist und allen seine Sicht der Dinge ungefragt auf die Nase bindet, sondern auch andere.
Es begann eigentlich mit unserer Aktion gegen den Missbrauch religiöser Symbole durch Rechtsextremisten, der Start war gut, aber jetzt im Nachhinein sehe ich, dass die ganze Sache von vorneherein zum Scheitern verurteilt war, denn letztendlich wurde viel gequatscht, zuviele Alphatiere auf einem Haufen und eine Person, die nichts besseres weiss als einen rechtsextremistisch vorbelasteten, kontroversen und stalkenden Forentroll in eine Aktionsgemeinschaft zu bringen, die sich gegen rechtsextreme Umtriebe richtet. Dazu kam auch noch, dass sich diese Aktion in eine Richtung entwickelte, die so gar nicht vorgesehen war, grosses Tratra, T-Shirts und noch vieles mehr. Auch wurde nicht berücksichtigt, dass gewisse Leute nicht im Internet zu Hause sind und sich auch ihr Leben nicht dort abspielt, sondern im realen Leben mit Arbeit, Haushalt und Familie. Das Resultat lag auf der Hand und es kam zum Big Bang. Doch kurz darauf schöpften wir nochmals Hoffnung, denn im Zentralrat der Heiden hätte es weitergehen können, gesitteter, ruhiger und ohne Profilierungssucht. Leider kam es auch hier anders, statt das man langsam mal kleine Brötchen buck, ging es hier schlussendich auch wieder darum einen Verein zu gründen der die Heiden nach aussen vertritt. Da auch noch der Störenfried Nummero Uno auftauchte und die Arbeitsbelastung im Büro stark zunahm klinkte ich mich aus der Diskussion aus um abzuwarten bis der Wahn vorüber war.
Und nun ist er vorüber, wieder ein Big Bang, wieder viel Gerede und Politik, Intoleranz, Dogmatismus und vieles mehr, nur um den Glauben schien es nicht wirklich zu gehen.
Ich nutzte derweil die Zeit um meinen Glauben auszuleben und zu pflegen und das bedeutet LEBEN.
Ich nahm an Sumbel teil, trank mit Freunden auf die Götter und genoss schöne Momente, marschierte in den Rauhnächten mit dem Totenheer und ging in mich selbst.
Das alles ist mir viel wichtiger als auf Esoteriker zu schimpfen, oder jemanden als "falschen" Wicca zu bezeichnen oder andere dümmlich, intolerante Haarspaltereien. Letztendlich lebt jeder seinen Glauben auf seine Art und solange er niemanden damit Schaden zufügt ist es richtig. Vor allem, kann doch keiner sagen wie der Glaube richtig ist, oder wie man ihn korrekt lebt, das weiss jeder selber am Besten und wenn man ihn nicht traditionell lebt, dann erschafft man somit etwas Neues. Das ist der Wind der Veränderung und der sind meiner Meinung nach sowohl das Bild das wir uns von den Göttern machen und auch die Riten gleichermassen unterworfen.

Lasst die Leute leben und lebt euer Leben.

Montag, 4. Januar 2010

Das Totenheer zog durch das Land

Die Friesen sin dür ds Stafel zogen, Mit Wyb und Chind, es ganzes Rych...Am Aben druf was är en Lych. (Übersetzung aus dem Höchstallemannischen: Die Friesen zogen durch den Stall, mit Weib und Kind, ein ganzes Reich... Am Abend darauf war er eine Leich.)

So jedenfalls kündet die Sage vom Friesenweg, die eigentlich von nichts anderem handelt als vom Wüetisheer oder der Wilden Jagd. Der Senn liess seinen Meisterknecht und die beiden Unterknechte allein auf der Alp zurück, aber schärfte ihnen ein die Stalltüren offen zu lassen, damit das Friesenvolk passieren kann. Der Meisterknecht jedoch wusste nichts besseres als beide Stalltüren zu verriegeln um die Worte des, seiner Meinung nach, abergläubischen alten Schwätzers Lügen zu strafen. Was er aber nicht wusste war, dass der Stall auf dem alten Friesenweg errichtet worden war und dass das Totenheer zur Wintersonnenwende aus den Gräbern steigt um durch das Land zu ziehen.
In der Nacht kam plötzlicher Lärm auf, zuerst wie ein sanftes Grollen in der Ferne, dann das Stampfen von Füssen, lautes Klingeln und Klirren, Hörner wurden geblasen, so als ob ein ganzes Heer nahte. Die Knechte waren wie gelähmt vor Angst und wagten es nicht sich zu rühren.
Da wurde plötzlich, wie von Riesenhand, ein Schlag gegen die Tür geführt, dass der Stall nur so bebte und eine geisterhafte Stimme von draussen rief: "Tüet uf die Tür, wan d`s Friesenvolch wott grad derdür!" (Macht auf die Tür, denn das Friesenvolk will hindurchziehen!).
Zu Tode erschrocken und starr vor Angst kauerten die Knechte sich auf dem Heuboden zusammen und keiner wagte es sich zur rühren.
Da fuhr ein zweiter Schlag gegen den Stall, dieses Mal so schwer, dass nicht nur der Stall erbebte, sondern sich auch das Dach mitsamt den Zentnerschweren Steinen hob und die Knechte über sich den Sternenhimmel sahen. Wie von Geisterhand sank das Dach langsam wieder zurück. Da wurde sich der Meisterknecht bewusst was er angerichtet hatte und beschloss das wieder gut zu machen, was er in seinem Übermut am Totenvolk verbrochen hatte. So stieg er dann hinunter in den Stall und öffnete halb tot vor Angst die grossen Stalltüren. Kaum war die Tür offen wurde sie aufgestossen und an ihm zogen Scharen von bewaffneten Kriegern vorbei, dann folgten Reiter und Hunde, dann folgten abermals Krieger. Zum Schluss folgten Frauen und Kinder. Der gespensterhafte Zug schien kein Ende zu nehmen und war erst verschwunden als das erste Morgenrot die Berspitzen umspielte. Dann schlich der Meisterknecht am ganzen Leib zitternd zu seinen Unterknechten hinauf und erzählte ihnen was er gesehen hatte. Und am Abend war er eine Leiche.

Soviel zur Sage.

Wir beschlossen diesmal ins Turbental auf den Schauenberg zur nahen Ruine zu ziehen. Ein ansässiger der alten Sitte hatte uns die Hütte in der Nähe reserviert und dafür gesorgt, dass wir sie für uns alleine hatten. So kamen wir denn aus der Region Basel, aus dem Seeland und der Region Zürich um diese besondere Nacht auf sehr eigene Art zu feiern.
Nach etwa anderthalb Stunden Autofahrt schleppten wir Trycheln, Hörner, Kuhglocken, allerlei seltsame Gewänder und natürlich Lebensmittel und Bier für eine ordentliche Feier den tiefverschneiten Hügel hinauf. Der Schnee war nicht ganz ohne, ständige Rutschgefahr und die Kälte war beissend. In der Hütte selber hatte zum Glück schon jemand für ein anständiges Feuer im Ofen gesorgt, so dass die enge Küche und die gute Stube gut beheizt waren. Es war nur noch eine Frage nicht einmal einer Stunde bis wir den ersten Kaffee kochten um die halbgefrorenen Glieder wieder aufzuwärmen. Nach einer ersten kalten Mahlzeit mit Brot, Wurst, Schinken und Käse, begannen wir mit den Vorbereitungen. Zum einen mussten wir unsere Ausrüstung für den Trychelzug bereitlegen und zwar so, dass wir sie auch in finsterster Nacht wiederfinden würden und auch die Küchenmannschaft begann mit den Vorbereitungen fürs Abendessen.
Die Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit nutzten wir ganz verschieden, zum einen wollten einige die Ruine besichtigen und andere wiederum zogen einfach die Wärme, Kaffee, Bier und gute Gespräche vor.
Als dann die Dunkelheit langsam über das Land zog, kam Unruhe auf, denn ab jetzt konnte man jederzeit von der Totengöttin zum Heer befohlen werden, das war auch das vereinbahrte Signal, dass es losging. Sie kam und Auftritt war einfach göttlich, Gespräche endeten mitten im Satz, Bier wurde abgestellt und jeder von ihr berührte ging stumm aus der Stube. Nun waren wir tot und kein Leben würde uns mehr erfüllen bis die Sonne wieder aufging. Stumm kleideten wir uns ein, verschmierten uns die Gesichter mit Russ und stiegen mit unseren Instrumenten hinauf in den Hof der Ruine. Nach einem kurzen Ritual ging es los, ganz vorne der hirschköpfige Hornträger, dann der Trommler gefolgt von den Trichlern und den Glocken. Dahinter und ohne festen Platz in der Formation die restlichen Hornbläser. So zogen wir los, mit russverschmierten Gesichtern, teils bis an die Zähne bewaffnet und in Gewandungen längst vergangener Zeiten. Die Zeit dehnt sich, man verfällt in eine Trance, eine Stunde wird zur Ewigkeit. Man spürt kaum noch die Kälte, auch der Schmerz verfliegt mit der Zeit und manchmal hat man das Gefühl nicht allein zu sein. So drehten wir unsere Runde und kamen ins Haus zurück, doch nicht mehr als die Männer die man kannte, sondern stellvertretend für die Geister der Ahnen. Mit einem Höllenspektakel kamem wir lärmend in die gute Stube, voller Schnee und furchterregend. Wie die Barbaren drängelten wir, wie zuvor vereinbahrt mit allen, die Gäste von den Bänken und Stühlen und brüllten nach Bier und Fleisch. Wie ausgehungerte, das musste keiner mehr spielen, stürzten wir uns teils mit blossen Händen auf Schinken, Sauerkraut, Brühwurst und Kartoffeln. Laut schmatzend unterhielten wir uns darüber wie wer abgekratzt war, liessen uns vollaufen und sangen wüste Lieder. In der Stube hallte das rauhe Gelächter der Geister, auch Bozis genannt, wider, bis wir wieder aufbrachen. Normalerweise wäre dies der Punkt wo wir einen interessierten entführen würden, der müssten dann mit dem Heer mitmarschieren in der nächsten Runde, aber dieses mal nicht. So zogen wir noch zwei Male hinaus, bis wir zerschunden, erschöpft und alkoholisiert am frühen Morgen entweder in der Bettstatt oder auf Bänken zusammensanken und in einen komatösen Zustand verfielen.
Der nächste Morgen, der Anblick ist nie schön. Alkoholmissbrauch, Schlafmangel und die Anstrengungen haben deutliche Spuren bei den meisten hinterlassen, immerhin auch dieses mal ohne Zahnverlust und andere Verletzungen, aber gezeichnet von der Nacht. Denn körperlich ist die Sache nicht ohne, dass merkte auch einer an, der dieses Mal zum ersten mal mitzog. Man sollte es sich gut überlegen auf was man sich da einlässt. Doch Blessuren gehören irgendwie dazu, auch mein Schienenbein schloss bekanntschaft mit einer Steintreppe, ein Bluterguss als Resultat, und zwei mal erwischte es mich etwas unglücklich beim Sturz, als Folge rammte sich die Parierstange meines Schwertes zweimal in die Seite, gibt wahrscheinlich auch einen blauen Fleck. Auf jeden Fall besser als letztes Jahr wo ich mir fast den Arm ausgehängt habe.
Irgendwie ist es auch Extremsport, aber spirituell enorm bereichernd und energetisch erst recht. Jetzt wo ich das hier niederschreibe bin ich zwar halbkrank, mein Körper schmerzt fast überall, aber ich fühle mich pudelwohl und so richtig mit Kraft erfüllt.

Sonntag, 15. November 2009

Durch Regen und Schlamm

Seit einigen Stunden bin ich wieder in meinen heimischen vier Wänden, meine Schuhe sind verdreckt, ebenso meine Hosen und ich stinke wie eine alte Rauchwurst die sich im Stroh gewälzt hat. Nichtdestotrotz war es ein erfülltes, mildes Wochenende im November.
Den Anfang machten wir in einem typischen Dorfrestaurant in der Ostschweiz, hübsche Bedienung und dazu gutes und vor allem reichliches Essen vom Schwein. Hätte man nicht aufgepasst, man wäre sicherlich Gefahr gelaufen zu platzen.
Nach diesem reichhaltigem Gelage ergriffen wir wohlgemästet und mit Bier gar wohl getränkt unser Gepäck, Rucksack und Penntüte, um zu unserer Unterkunft etwas weiter weg vom Dorf zu pilgern. Es dunkel, etwas regnerisch und der Weg eine einzige Schlammpiste mit akuter Rutschgefahr. Dummerweise ging kein Hinweis wegen passendem Schuhwerk raus, so kam es, dass ich den hungrigen Schlamm beinahe im Besitz meiner Schuhe lassen musste.
Schliesslich jedoch schafften wir es zur Scheune, weitab von jeglicher Menschenseele und mit einem Gasbrenner wurde klatschnasses Holz in ein schönes, warmes Feuer verwandelt.
Auch wenn die Novembernacht sehr mild war, trotzdem das sie sternenklar war, wurde es langsam aber sicher ziemlich kalt.
Dann kam der Höhepunkt des Abends, der Sumbel im grossen Kreis, eines der ersten Sumbel nach eher traditionellem Vorbild das ich miterleben durfte. Allein dank des urtühmlichen Dialekts des Sumbelleiters (Zii, Wuter, Tonner/ Ziu, Wotan, Donar) war die Einleitung schon allein ein Erlebnis und dann die Stimmung: in der Ferne donnert der Bach, die Hitze des riesigen Feuers und die sternklare Nacht. Ein Augenblick totaler Vollkommenheit.
Danach widmeten sich vor allem die Männer der Trychel und veranstalteten mit lautem Gebimmel und dem dazugehörigen Urschreien ein höllisch, archaisches Spektakel.
Es wurde fünf Uhr morgens bis ich mich im Stroh zu Ruhe legen konnte, allerdings nur um dann zwei Stunden später vom besoffenen Rest mit lautem Getrychel wieder geweckt zu werden.
Aber alles in Allem ein schönes Erlebnis und ein gelungenes Wochenende.

Montag, 2. November 2009

Unruhige Unruhestifter stiften ordentlich Unruhe

Vor einiger Zeit ist er wieder aufgeschlagen, aus der Versenkung aufgetaucht wie ein Ding aus einer anderen Welt oder das Ding aus dem Sumpf? Egal, auf jeden Fall ein Zeitgenosse mit dem verwesenden Charmes eines feuchten Darmwindes, wo er auftaucht geht jeder weg der diese Anwesenheit nicht schätzt, denn er ist leider sesshaft. Doch, oh Graus, er kommt meist nicht alleine, denn in seinem Fahrwasser finden sich viele gar merkwürdige Gesellen, seien egomanische Phrasendrescher, rechtsextreme Schwulenhasser, narzistische Neonazis mit grausamem Hang zur Selbstüberschätzung und viele mehr, der reinste Wanderzirkus mit einer Menagerie gar kurioser Gestalten.

Verwundert es, dass aus diesem Grunde einige den Weg des virtuellen Harakiris gewählt haben um ihm fernbleiben zu können. Leute die es einfach müde und leid sind sich mit ihm zu beschäftigen, abzugeben oder für ihn als seelische Müllkippe herhalten zu müssen. Am Anfang hat man vielleicht noch Mitleid, aber noch der x-ten Suizidankündigung wirds langsam unglaubwürdig. Glaubwürdig wird nur eines, dieser Mann braucht dringend professionelle Hilfe.

Man mag sich jetzt fragen, was soll das Gelaber, all dies Blah und Sülz, auch wenn es dem Ding aus dem Sumpf, dem virtuellen Ephialtes nicht zu Ruhme gereicht so hat er doch dann wieder das Gefühl Aufmerksamkeit zu kriegen. Das mag sein, aber momentan holt er die hauptsächlich an einem anderen Ort ab, aber auch dort kommen die Leute irgendwann dahinter mit wem sie es zu tun haben. Ich habe mich aus gutem Grund von diesem schauerlichen Spektakel zurückgezogen, zum einen will ich mit dem Herrn nichts zu tun haben und zum zweiten kann er so nicht wieder wie so oft behaupten ich hätte alle gegen ihn aufgehetzt, wenn er es mit seiner üblichen Masche wieder mit den Leuten voll verbockt hat.

Freitag, 30. Oktober 2009

Wie die Doppelaxt im Wald. II

Ein kurzes Update, die Doppelaxt Community hat gemerkt, dass sie wieder unerwünschte Aufmerksamkeit bekommen haben, darum ist es leider nicht mehr möglich die Ausführungen zum Thema Pädophilie vor Ort zu studieren. Irgendwie scheint man da ein Problem mit den eigenen Aussagen zu haben oder zumindest ein Problem damit zu ihnen stehen zu können. War auch letztes mal so, als der Admin nicht mehr weiterwusste und ihm die Argumente ausgingen. Immerhin kam es dieses Jahr nicht zu den grossen Pöbeleien wie im Jahr zuvor, denn diesmal wurde etwaigen Entgleisungen vorgebeugt und der Thread mit einem sehr klaren Statement geschlossen.

Eigentlich muss dazu nichts mehr gesagt werden, denn dass nicht nur ich die malka-Monologe und die denkfreie Polemik "etwas" merkwürdig und schon gar nicht überzogen finde, war ja wohl klar.
Nichtedestotrotz hat mir der Admin vom Zentralrat einen interessanten Denkanstoss geliefert.

Ich zitiere mal
Original von Artaios
Zudem weiß ich auch nicht was man von einem Mann halten soll der irgendwie extrem feministische Ansichten hat und entsprechende weibliche Klientel um sich scharrt. Aber dazu möge sich jeder selbst seine Gedanken machen. Möglicherweise irgendeine exotische Art des Frauenanbaggerns.

Hm, im Grunde zwar nur Spekulation, aber ich habe mich schon früher gefragt was einen Mann dazu treibt extreme feministische Positionen zu vertreten. Diese Eigennutztheorie würde zwar wiederum die feministische Position untermauern, im Sinne von "alle Männer sind Schweine".
Nein, jetzt muss ich mir selber Einhalt gebieten, ansonsten driftet dieser Artikel in pratchetteske Absurditäten ab, die aber meist nicht weit weg von der Wahrheit sind.

Naja, dann kam wieder die übliche Antwort auf die Sache mit der Rekrutierung der Doppelaxtmitglieder, sie rekrutieren ja angeblich neue Mitglieder in Webforen für Missbrauchsopfer, darauf angesprochen reagieren die (oder der?) Doppelaxtvertreter meist sehr heftig, also noch heftiger als schon Normalzustand ist. Es wird mal Zeit da etwas zu recherchieren.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wie die Doppelaxt im Wald.

Wer mag sich noch an die Schwarzen Schafe erinnern? Kaum wird wieder was über sie geschrieben taucht wie Beetlejuice wieder ein Vertreter derer Community auf, zwar immer neue Namen, aber von der Ausdrucksweise her immer der gleiche. Wieder einmal gab es ein Update von Cele, da die dortige Community das Internetsperrgesetz von der Frau Zensursula von der Leyen gutheissen würde. Ich ging mal hin um mir mein eigenes Bild zu machen. Hier mal ein paar Eindrücke:

  1. Wirklich sachlich wird nicht diskutiert
  2. Man kriegt irgendwie das Gefühl vermittelt das der Admin malka hauptsächlich mit sich selbst einen Monolog führt, 12 von 17 Beiträge, und zwar auf eine Art wie ich sie in diversen Extremistenforen schon öfters erlebt habe. Also da könnten sie sich glatt mit der Westboro Baptist Church zusammentun man würde von der Sprache her kaum einen Unterschied bemerken.
  3. Man hat eher das Gefühl in einem Hassforum zu sein, wo neben sinnfreien Hasstiraden die Drohkulisse der allgegenwärtigen, lauernden Pädophilen suggeriert wird die, wenn man gewisse Gedanken zu Ende denkt, regelrecht nach der Weltherrschaft trachten.
Mehr will ich gar nicht mehr schildern und mehr wollte ich mir auch nicht mehr zumuten. Aber habe mich mal gefragt, wer oder was steckt hinter dieser Seite? Durchgeknallte Fanatiker? Ein ehemaliges Missbrauchsopfer? Woher kommt dieser offen zur Schau gestellte, blinde und regelrech fanatische Hass? Gegen Pädophile allein würde ich das noch verstehen, aber dieser Hass scheint sich auch gegen alles Männliche zu richten.
All das scheint verständlich, aber Hass war schon seit je her der falsche Weg und der falsche Antrieb um eine Veränderung zu bewirken. Kindschänder allesamt an die Wand zu stellen ist sinnlos, da das Problem nicht an der Wurzel angegangen wird. Aber wie bei vielen Dingen kommt aktionistische Symptombekämpfung immer besser an als überlegtes, längerfristiges Handeln.

Wie schon gesagt, nur Stunden später schlug Emissär dieser fragwürdigen Community im Zentralrat der Heiden auf, wieder die gleiche Reaktion wie fast ein Jahr zuvor und genau so vorhersehbar. Wahrscheinlich erledigt sich die Sache auf die gleiche Weise.

Montag, 5. Oktober 2009

Ohne Worte - Vereinsmeierei und Profilierung

Gefunden bei follow the white rabbit.

Gewisse Menschen scheinen sowas wirklich zu brauchen, sie müssen sich profilieren um ihr kleines, von bösen, bösen Menschen, "verpfuschtes" Leben aufzuwerten und ihr Häppchen Aufmerksamkeit zu kriegen, weil man sie sonst mangels Persönlichkeit einfach übersehen würde.
Dumm nur wenn man mit allen kungeln möchte und nach allen Seiten offen ist und sich in keiner Meinung und Denkrichtung festlegen kann wie ein glitschiger Chamäleonaal.
Ich weiss, dafür werde ich wieder als böser Hetzer gebrandmarkt und als der missgünstige germanophobe Linksradikale hingestellt. Was solls, ich kann mit solchen Sachen und Verunglimpfungen gut leben und das ohne laut darüber zu Heulen.

Donnerstag, 26. März 2009

Party`s over - Übernahmeversuch Zentralrat der Heiden

Auf dem Internet gibts nichts was es nicht gibt, ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich gestern im ZdH lesen musste, dass da jemand KK-Anträge für zwei Domains des Admins gestellt hat. Domains die der Admin des Zentralrates in weiser Voraussicht registrieren liess um gewissen Herren aus dem braunen Spektrum ein Schnippchen zu schlagen. Kurz nach dieser Aktion meldete sich der neueingetragene "Domaininhaber", ein gewisser Herr Matthias Mönch im Thread und versuchte die Wogen zu glätten indem er es als ein mögliches Versehen darstellte. Da der gute Mann jedoch einen gewissen Ruf hat im Internet, einfach mal googeln oder mal hier gucken für den Anfang, blieb ich skeptisch und auch seine Aussage, dass dies auf Anweisung eines Klienten aus dem linksextremen Spektrum geschah konnte mein Misstrauen und das vieler anderer nicht mindern. Zu gut sind uns noch gewisse Episoden in Erinnerung, man denke an dieses braune Asatruforum von damals, wo Herr Mönch auch drin verstrickt war. Es war jedoch nicht dieser Fakt alleine der uns zweifeln liess, nein, den die unter den beiden Domains gehosteten Seiten waren ganz klar antifaschistisch, ausserdem findet man jetzt nach der Übernahme komischerweise viel rechtsextremes Zeug dort. Das ist mehr als nur dubios.

Aber seit gestern Nacht wurde von gleicher Seite die gleiche Masche mit der Domain zentralrat-der-heiden.de abgezogen, welche die Aktion des Herrn Mönch im Thread bewirken sollte und eine Worte, zusammen mit den anderen Tatsachen, Lügen straft. Auf jeden Fall hat Custos nach eigenen Angaben Anzeige erstattet und ich kann jedem empfehlen das gleiche zu tun.
Gebt Domaingrabbern und virtuellen Dieben keine Chance!

Ich empfehle ausserdem noch zur Lektüre:

Domainklau


Erneuter Übernahmeversuch der Domain des Zentralrats der Heiden!

Dienstag, 3. Februar 2009

Stammtisch

Ich liebe unseren Stammtisch und schon bald geht er ins dritte Jahr seiner Existenz. Wenn ich mir vorstelle wie wir angefangen haben, damals waren wir nur zu dritt und Heute müssen wir mindestens einen Tisch reservieren weil wir selten unter sechs Personen sind. Hin und wieder haben wir auch mal Gäste, so aus der Region, also Dreiländereck, oder auch aus entfernteren Gegenden wie Zürich und München. Man lernt immer wieder interessante Leute kennen und auch die eine oder andere interessante Kneipe wo man noch Bier kriegt und kein Chemie0815Gigabrauereierzeugnis und natürlich gutes Essen.
Gestern waren wir wieder in der Linde, geladen wurde zu süffigem Ueli Bier und deftigem Bierfondue. Kulinarisch einfach nur der Hammer, menschlich ein lockerer Abend in einer gemütlichen Runde bei Bier und guten Gesprächen. So etwas ist einfach Balsam für die Seele, ein willkommenes Abschalten vom Alltagsstress und sonstigen Verpflichtungen. Es tut einfach gut.

Auf jeden Fall war der gestrige Stamm etwas weniger feuchtfröhlich als der letzte, als eine halbe Flasche Kirschwasser und einige Gläser Bier dran glauben mussten. Ich sehe jetzt noch wie unsere beiden Oberländer sich auf Schwedisch köstlich amüsieren und wir sitzen da und vermissen die Untertitel zu der augenscheinlich witzigen Unterhaltung. Naja, hauptsache die beiden Wahlskandinavier hatten ihren Spass.
Hauptthema Numer eins war dieses Mal zum einen die neue Wohnung im Berner Oberland von unserem angehenden Heimwehbasler und dessen immer noch andauernder Umzug. Das brachte uns von der noch anstehenden Einweihungsparty bei ihm, zum Thema, dass wir mal auch ein grösseres Treffen ausrichten könnten, denn immerhin kennen wir jetzt, also vor allem der harte Kern unseres Stammtisches, einige Leute im grossen Kanton (Deutschland). Warum die nicht mal zusammenholen und gleich noch die ganze Eidgenossenmeute dazu, also aus dem nahen Ausland wie Zürich und der Ostschweiz. So sinnierten wir über einige Ideen, machten Überschlagsrechnungen mit wievielen Leuten es an welchen Orten Sinn machen würde, Ausflugsprogramme wurden diskutiert, ect. Es könnte was werden, denn immerhin haben wir einige Leute dabei, die für die alte Sitte auch schon einiges an Erfahrung darin haben solche Events zu organisieren. Eben, einen Ort suchen, ein lockeres Programm festlegen und Leute zusammenbringen, gibt es zuweilen was interessanteres und schöneres?

Ach ja, wenn ich schon beim Stammtisch bin und bei der alten Sitte, dann sollte ich doch mal bei Gelegenheit von unserem Trychelzug im Schweizer Jura berichten, wo wir hornend und trychelnd in gespenstischer Gewandung uns vorübergehend ins Heer der Toten eingereiht haben. Aber alles zu seiner Zeit, ich muss da noch ein paar Bilder aufbereiten und das Ganze in eine vernünftige Form bringen. Im Sinne von Fehlt folgt.

Dienstag, 27. Januar 2009

Und wenn wir schon wieder dabei sind...

Ich beginne diesen Artikel mal mit einem passenden Witz zur Sache:

"Welches sind die drei besten Fotographen der Welt?"
"Mussolini, Hitler und Goebbels.
Mussolini entwickelt, Hitler kopiert und Goebbels vergrößert." (1935)
Quelle: Mahnung gegen Rechts

Wie ich schon im letzten angedeutet habe bedienen sich die ewiggestrigen fleissig der Kunst des kopierens und des Nachahmens. Egal ob jetzt Nahostkonflikt, Bürgerrechtlerrethorik, Freiheitskämpfer und linke Autonome, ect. Geklaut wird überall, seien es nun Methoden, Symbole, Kleidungsstil oder Sitten und Bräuche. Alles wird fleissig penetriert und unterwandert, damit man selber nicht mehr fassbar ist, sprich mit der Masse oder der Personengruppe verschmilzt und diese dazu noch in Verruf bringt. Das sind zwei Fliegen mit einer Klappe, denn so verbirgt man sich vor der Staatsmacht und zieht noch unbeteiligte mit in die Schusslinie der Kontrollmechanismen und der sozialen Ächtung. Was für ein perfides, feiges Spiel, vor allem die Skinheadbewegung dürfte ein Liedchen davon singen können, da der Begriff Skinhead zu einen Synonym für Neonazi wurde. Und wann wird es mit den Begriffen: Heide, Asatru, ect. soweit sein?

Aber mehr zu der braunen Kopiermaschinerie auf dem NPD-Blog (nicht der Parteiblog, keine Angst)

Es sind jedoch nicht nur Vereine und Jugend- und Subkulturen und religiöse Kulte, nein, es geht mittlerweile auch im Netz ordentlich zur Sache. In Diskussionsforen werden Begriffe wie Holocaust und Kriegsverbrechen aufgeweicht, man wirft mit unseriösen Halbwahrheiten um sich um das ganze Ausmass der braunen Diktatur zu relativieren und sogar zu beschönigen. Mittlerweile ist sogar Wikipedia in den Blickpunkt der Extremisten und Ewiggestrigen geraten. Mehr dazu kann man hier im Detail nachlesen, also mir stehen da die Haare zu Berge wie auf diese Weise braunes Gift unter die Leute gebracht wird. Still und heimlich, leise und feige.

Welchen Informationen kann man bald noch trauen?

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Die Aktion ist nicht gestorben.

Wir sind noch lange nicht weg vom Fenster, ein einzelner Störenfried reicht da nicht aus. Zwar haben wir nun keine gemeinsame Plattform mehr und werden wir auch nicht bis in einigen Wochen. Aber das heisst noch lange nicht, dass wir die Hände in den Schoss legen.
Gerade jetzt haben wir die Möglichkeit aktiv zu werden, eine der beteiligten ist dabei den Organisatoren vom "Fest der Demokratie" unser Vorhaben schmackhaft zu machen. Das Paganrealm ist auf jeden Fall mit dabei und wird den einen oder anderen Text sowie vielleicht einen Flyerentwurf beisteuern, Leute aus dem Panpagan vertreten die Sache dann vor Ort mit anderen. Das gibt noch viel zu tun.

Der Kampfgeist ist noch lange nicht tot und die Idee, die Leute zum Nachdenken anzuregen ebenfalls nicht. Wir machen weiter.

Mehr Infos hier: Paganrealm

Wer auch was beisteuern will, einfach melden.

Dienstag, 4. November 2008

Wieder mal der Stammtisch

Gestern sassen wir wieder einmal zu einer gemütlichen Runde in der Linde, das Lokal kannte ich schon zuvor, doch habe ich vergessen wie gut ein dunkles Ueli schmeckt. Obwohl mir zu Beginn der Sinn gar nicht nach Bier stand, aber wie sagt man so schön, der Appetit kommt beim Essen.
Da sassen wir also zu viert versammelt und vertrieben uns die Zeit mit lockerer Plauderei, denn schliesslich wollten wir nicht allen Gesprächsstoff verheitzen, bevor die neuen da sind. Zwei neue aus der Region hatten sich via Panpagan angemeldet, aber aufgetaucht sind sie den ganzen langen Abend nicht und die Linde an der Rheingasse ist jetzt wirklich nicht schwer zu finden. Die haben etwas verpasst und sei es nur der Met, den unser Brauer extra auf Anfrage mitgenommen hat. Diesen liessen wir natürlich nicht verkommen, das wäre ja sowas von Schade drum gewesen.

Zu Gast hatten wir dennoch ein altbekanntes Gesicht, jemand der, wenn er sich nicht gerade in Grönland, Spitzbergen oder sonstwo im skandinavischen Raum rumtreibt, zur Alten Sitte Schweiz gehört und regelmässig an deren Treiben teilnimmt. Eigentlich Thema des Abends waren die alten Bräuche heidnischen Ursprungs, die mehr oder weniger im christlichen Gewand in der Schweiz die Jahrhunderte überdauert haben. In diesem Zusammenhang kamen drei Viertel der Anwesenden auf die sogenannte "Dreichlete" in Meiringen zu sprechen, an der alle bis auf ich teilgenommen hatten. Ich war leider gesundheitlich verhindert.
Nach Aussagen der anwesenden Teilnehmer muss ziemlich die Post abgegangen sein, so richtig archaisch, mit Dreck und Alkohol, aber dem Leuchten in den Augen, während dem Erzählen, nach zu urteilen muss es der Hammer gewesen sein. Ich stelle mir das anhand der Beschreibung vor, dass da regelrecht die wilde Jagd unterwegs gewesen sein muss, aber Peter, der ursprünglich aus der Innerschweiz stammt, was man sehr gut an seinem höchstallemannischen Idiom erkennen kann, belehrte mich eines besseren. Das war noch harmlos.
Die Schilderungen, wie das in seinem Heimattal abging, erinnerte mich schon fast eher an ein regelrechtes Hooliganfest, wenn es stimmt, dass es dabei früher regelmässig unter rivalisierenden Dörfern zu Schlägereien kam. Man muss natürlich wissen, dass an solchen Sachen, wenn man streng nach der Tradition geht, nur unverheiratete Männer teilnahmen und die waren zumeist jung, da kann sowas schon mal passieren.
Naja, auf jeden Fall habe ich schon mal eine Einladung für dieses Jahr gekriegt und ich glaube ich werde daran teilnehmen.
Brauchtum, das war eines der Hauptthemen an diesem Abend, nicht nur wieviele Bräuche hier in dieser Region überlebt haben, sondern auch deren Verwandtschaft mit ähnlichen Bräuchen in anderen Ländern. Ein Beispiel war der "Chienbäse" der sogar ein sehr ähnliches Gegenstück im Iran besitzt. Das mit den Bräuchen scheint sich also in etwa so ähnlich zu verhalten wie die Märchen der Seidenstrasse.
Ich merke wie sich in meinem Kopf die Informationen drängeln, aber alle Inputs dieses Abends und alle Inspirationen und Eindrücke kann ich leider aus zeitlichen Gründen nicht wiedergeben, sonst sässe ich noch morgen hier. Zuerst mal sortieren und dann den Rest in Artikel umwandeln.

Ich liebe unseren Stammtisch, denn er inspiriert mich immer wieder aufs Neue.

Freitag, 24. Oktober 2008

Ongoing Process

So, ich habe endlich wieder mal Zeit meinen Blog um meinen Blog updaten zu können.

Unsere Aktion geht weiterhin mit grossen Schritten voran, täglich erhalten wir weitere Unterstützungsbekundungen oder das zumindest darüber diskutiert wird uns zu unterstützen. Das Ganze entwickelt sich langsam zu einem regelrechten Flächenbrand. Eifrig kümmern wir uns derweile um all die anfallenden Arbeiten, denn die Zeit drängt wirklich, aber ich bin zuversichtlich was das betrifft.

Besonders freut mich sehr, dass einige Beteiligte ihre Kriegsbeile zu Gunsten der gemeinsamen Ziele begraben haben, sie arbeiten zusammen und kooperieren, als ob es nie böses Blut zwischen ihnen gegeben hätte. Das die Aktion so etwas bewirken kann, überzeugt mich nur noch mehr, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und etwas tun, was schon lange hätte getan werden müssen.

Von den Ressourcen her sind wir alles andere als schlecht gestellt. Wir haben wirklich alles was man sich für sowas nur wünscht, Grafiker, Webdesigner, Computerspezialisten und Leute mit einem guten Händchen für PR. Momentan lastet jedoch die meiste Arbeit auf der Pressestelle und der Berg, der nur darauf wartet von unseren Schreiberlingen abgetragen zu werden ist gross. Meine Hochachtung für all jene die sich um unsere PR und Recherchen kümmern, manche mussten an gewissen Tagen sogar mit einem Schlafpensum von ca 2 Stunden zurechtkommen. Derweilen wird weiter geplant, geprüft und Risiken abgeschätzt, denn nichts soll dem Zufall überlassen sein.

Was wir jedoch auf jeden Fall verhindern wollen, ist die Vereinnahmung unserer Arbeit durch Leute aus dem nationalen, braunen Lager. Mittlerweile sind wir da auf gutem Weg und schon bald dürften wir solchen Aktionen einen gewichtigen Riegel vorschieben können. Ganz verhindern können wir es jedoch nicht, genau so wie auch diese eher politische Richtung mit paganem Deckmäntelchen reagieren wird. Seien es nun einfach nur Unkenrufe und haltlose Unterstellungen oder handfeste Gegenaktionen und Diffamierung. Wir rechnen mit allem.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Schürt die Glut

Fünf Tage sind vergangen und einiges hat sich getan. Grundlegende Konzepte stehen, technisch geht es mit Riesenschritten voran und täglich erhalten wir Sympathiebekundungen. Und schon drängt eine Heerschar von Unterstützern und wartet darauf, dass wir alle zusammen loslegen können. Aber zuerst muss noch der Rahmen her, Argumente müssen ausgefeilt werden und alles nochmals auf rethorische Lücken geprüft werden. Cele vom old Celtic Spirit drückte es schön aus:


Momentan schmieden wir die Speerspitze....
Und wenn wir dann öffentlich werden wird mancher überrascht sein wer alles das Erz für den Stahl geliefert hat....



Nun, das wird wirklich einige überraschen, aber vor allem wird es Zeit das wir aktiv werden, denn dem Gebaren des braunen Sumpfes haben die meisten Pagans zu lange tatenlos zugesehen.

Vor allem ist es jedoch eine Freude mit so vielen Experten auf ihren verschiedenen Gebieten zusammenzuarbeiten, ich denke jeder von uns wird nur schon allein von den geteilten Erfahrungswerten profitieren.

Es kommen jedoch auch schon die ersten Unkenrufe aus dem braunen Sumpf, ich zitiere aus dem Germaniaforum:

Momentan scheinen sich ja einige Gutkasper wieder schwer profilieren zu müssen, wollen Symbole verteidigen, die angeblich ihre sind *lach* (diese Aussage muss man sich mal vergegenwärtigen! Wie bitte?) und von den anderen (natürlich den Bösen) "mißbraucht" werden...

Symbole sprechen entweder direkt in die Seele und darauf aus dem Herzen oder eben nicht. Und genau letzteres scheint mir gerade bei diesen Leuten der Fall zu sein.
Symbole haben ihre eigene Dynamik und sind daran, im übertragenen Sinne, nicht unbeteiligt. Sie sind darüberhinaus verbunden mit dem Willen und der Gesinnung unserer Vorväter.
So etwas ideologisch auszubeuten und das auch noch aus purer Geltungs- und Aktionssucht, das ist der eigentliche, höchst widerwärtige Missbrauch!

Genug der Worte - jene werden sich selbst lächerlich machen (machen sie ja jetzt schon), denn ihre wahren Beweggründe sind nur allzu offensichtlich... kleinkariert, nach Anerkennung bettelnd...


Ich lasse das mal unkommentiert, weil der Text spricht für sich.

Nachtrag, der entsprechende Thread wurde mittlerweile gelöscht.

Freitag, 17. Oktober 2008

Das Feuer ist entfacht....

Die letzten 24 Stunden waren unbeschreiblich, innert kürzester Zeit wurde erreicht was seit langer Zeit versucht wurde. Wir haben verschiedenste Admins an einen Tisch gebracht, in einer lockeren Allianz ziehen alle an einem Strang. Es herrscht Aufbruchstimmung und täglich werden es mehr.

Besonders freut mich die Zusage vom Panpagan unsere Aktion zu unterstützen, aber es sind nun noch mehr.

Panpagan

Celtoinet

Und weitere werden wahrscheinlich folgen.