Sodele, seit zwei Wochen hat für mich ein neuer Lebensabschnitt angefangen, die ersten Schritte auf dem neuen Weg sind getan und es gefällt mir. Ich merke jedoch immer wieder, dass es mir manchmal noch nicht schnell genug geht und ich deswegen sehr ungeduldig werde. Dann muss ich mir immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis rufen, dass Veränderungen nun mal Zeit brauchen und das es nicht immer Knall auf Fall geht. Auf jeden Fall tut es gut und der angestaute Frust der letzten Monate ist spürbar geringer geworden. Mir wird klar, dass ich im momentanen Job in vielerlei Hinsicht stark unterfordert bin und es sieht nicht danach aus als würde sich das in naher oder ferner Zukunft ändern. Später mehr dazu. Vorgestern hatte ich meinen zweiten Unterrichtsblock in meiner Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter, es war eine Wonne wieder mal meinen Geist zu füttern, über komplexe Sachverhalte nachdenken zu müssen und sich mit den Tücken des Arbeitsrechtes zu befassen. Das Tempo ist ziemlich zackig und ehe man sich versieht sind die drei Stunden um und tritt, mit etwas was ich den Gehirnmuskelkater nenne, den Heimweg an. Es ist noch ein langer Weg bis Abschlussprüfung, was mir dann nicht nur ein Zertifikat von der Schule einbringt sondern auch noch eine Anerkennung auf eidgenössischer Ebene. Aber eben, bis dahin ist es noch ein weiter Weg, doch ich bin zuversichtlich. Beruflich wird sich vielleicht auch noch etwas ändern, ich habe den ersten Stellenvermittler kontaktiert und meine Unterlagen bei ihm aktualisiert und auch selber werde ich ab jetzt die Augen offen halten. Auch das wird wahrscheinlich nicht über Nacht geschehen, aber auch hier habe ich das nötige Vertrauen und die Zuversicht, dass das schon gut gehen wird.
Es begann als schleichender Prozess, die gemeinsamen Ausflüge wurden seltener, ebenso die Anrufe, bis das Ganze letztendlich vollkommen versandete. Und jetzt? Seit einigen Wochen brüte ich nun vor mich hin, denke nach und versuche Antworten zu finden, Antworten für das Warum, das Wieso und Weshalb. Eine Freundschaft mit einem befreundeten Pärchen, die nun schon seit über zehn Jahren anhält, ist seit gut einem Jahr an einem toten Punkt angelangt, nichts bewegt sich mehr und Besuche gleichen der Begehungen eines Minenfeldes, jedes Wort muss auf die Goldwaage, jeder Einwand ein Abschätzen ob der Verträglichkeit beim Gegenüber. Das war auch mal anders und ebenso, dass man sich irgendwie noch was zu sagen hatte, man redete miteinander und tauschte sich aus. Doch auch das gehört mittlerweile der Vergangenheit an, stattdessen verbarrikadieren sich die beiden regelrecht in ihrer Bude, sind kaum noch aus dem Haus, resp. aus dem Quartier zu kriegen und pflegen kaum noch ihre Freundschaften. Versucht man jedoch unverbindlich frischen Wind reinzubringen, etwas zusammen zu unternehmen kriegt man seit Jahren schon die gleiche Antwort. Man sei zu müde vom Arbeiten. Jetzt mal ganz ehrlich, ich habe drei Jahre im Verkauf von Morgens bis Abens und an Wochenenden gearbeitet, ich weiss was es heisst und der Job ist ganz schön hart. Nichtdestotrotz war ich selten zu müde um die Menschen zu sehen, wenn auch nur kurz, die mir etwas bedeuten, ich war nicht zu müde um zu Leben. Das ist sehr frustrierend und da stehe ich nicht alleine da, viele Leute haben sie im Grunde schon abgeschrieben und nur noch wenige sehen sie überhaupt noch regelmässig. Ich weiss nicht, habe ich ein Problem mit "Veränderungen" im Sinne von Stagnation, Passivität und Abschottung? Ja, diesem Fall schon, denn ich finde es sehr verletzend und traurig wie lieblos und gleichgültig die beiden mit ihren langjährigen Freunden teilweise umgehen. Wie schon gesagt, in mir brodelt es schon länger, da nichts mehr offen gesagt werden kann ohne das einer von beiden tödlich beleidigt ist. Ein Ausbruch dieser Art wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, irgendwann wäre ich explodiert und hätte klar Schiff gemacht, aber nun verkompliziert sich auch das. Zum einen sind die beiden verzogen, ich weiss bis Heute nicht wohin, klar könnte ich es rausfinden, aber nach über 10 Jahren Freundschaft nicht mal ein Kärtchen, ein Anruf oder wenigstens eine SMS mit der neuen Adresse. Zu allem Überfluss ist bei den beiden nun auch ein Kind auf der Welt, nicht das ich das ihnen in irgendeiner Weise missgönnen würde, aber es macht die Dinge noch komplizierter und ich krieg nen richtig dicken Hals. Wie unschwer zu erkennen beschäftigt mich die Sache enorm, was einfach daran liegt, dass es eine alte Freundschaft ist und mir bis vor kurzem eine Menge bedeutet hat. Jetzt allerdings nicht mehr, weshalb ich beschlossen habe einem mir erteilten Rat zu folgen und mich bis auf weiteres auszuklinken. Kommt Zeit, kommt Rat.
Freundschaft ist nun mal ein Geschenk, etwas was nicht erzwungen werden und was man nicht einfordern kann.
Mittlerweile ist ja fast amtlich, bei uns greift auch langsam die Dummheit in der classe politique um sich. Mit einem ungläubigen Kopfschütteln musste ich zur Kenntnis nehmen, dass nun auch bei uns in Sachen Computerspiele bald deutsche Verhältnisse herrschen sollen. Manchmal frage ich mich wirklich welch bizarre Formen diese idiotische Verbotskultur noch annehmen wird, doch je mehr ich drüber nachdenke um so mehr kommt mir das nackte Grauen. Doch aktuell ist diese Geschichte nicht erst seit vorgestern, schon seit längerem scheinen da Leutchen aus einem gewissen Dunstkreis am Werke zu sein, mein Dank gilt Frater GML der mich auf diesen netten Artikel mit unschönen Details bei Heise aufmerksam machte. Ja, der nette Herr Näf, der Mitstreiter von Frau Allemann, scheint nicht unbedingt der besorgte Mensch zu sein, der sich gegen die mediale Gewalt wendet. Im Gegenteil, denn wie der Heise-Artikel sehr schön beschreibt, gräbt man etwas tiefer so stösst man auf den VPM, den Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis, der auch durch dubiose Pädagogik und sektenartige Methoden in die Schlagzeilen geriet und sich 2002 "offiziell" auflöste. Da fragt man sich, hat Frau Allemann da sozusagen einen Pakt mit dem Teufel, respektive Fundamentalisten geschlossen die sich für eine autoritäre Medienpolitik einsetzen? Alles in Allem ist diese Geschichte mehr als fragwürdig, denn die Fachwelt stützt die These, dass sogenannte Killerspiele gewaltfördernd seien auch nicht unbedingt. Nicht destotrotz scheint die Sache nicht nur für die Medien mittlerweile ein gefundenes Fressen zu sein, nun profilieren sich scheinbar auch Politiker um sich damit einen Namen zu machen, Frau Zensursula von der Leyen lässt grüssen. Auf jeden Fall stösst dieses anstehende Verbot auf nicht sehr viel Gegenliebe und es dürfte auf einen Urnengang hinauslaufen. Wenn das geschieht, dann mache sogar ich Wahlkampf und trete den Piraten bei, für die sind solche volksfernen Ausfälle nach Absurdistan ein gefundenes Fressen.
Hier noch ein Video zur teilweise schon fast manipulativen Darstellung in Sachen Ego-shooter, die mitunter ebenfalls zum schlechten Ruf dieser Spiele beitragen und, was noch viel schlimmer ist, die Menschen die sie spielen diskriminiert und stigmatisiert.
Mich deucht, wenn ich so all die Infos und Meinungen zusammentrage, dass man hier wieder versucht von den wahren Problemen abzulenken, sei es mit der Hexenjagd auf Raucher und andere Randgruppen, der Killerspiele-Spielekiller-Debatte und und und. Es ist so als ob man einen Sündenbock suchen würde für all das Schlechte und all das was man selbst nicht versteht. Das erinnert mich irgendwie auch an den einen Akademiker der das grosse Übel dieser Welt darin sieht, dass es neben der klassischen Musik auch noch andere Arten von Musik gibt, die er unter dem Titel "Gewaltmusik" zusammenfasst. Es ist schon fast Realsatire was der Herr Klaus Miehling von sich gab, ich habe im entsprechenden Artikel auf fudder.de auch mitdiskutiert und irgendwie das Gefühl, dass der Mann entweder schwer in andere Sphären abgehoben ist oder einfach kein Leben zu haben scheint. Eben, aber auch er haut in die gleiche Kerbe wie das Duo Allemann/Näf mit ihrer Motion und lastet den gleichen Mist der auch den sogenannten Killerspielen nachgesagt wird, fast jeglichen nichtklassischen Musikrichtungen an. Sein Buch zu dem Thema wurde nicht nur wegen diesen umstrittenen Aussagen, sondern auch wegen mangelnder professionalität zu Recht zerrissen und zerfetzt. Daran ändert sein Kommentar zu diesem Verriss nicht viel, im Gegenteil, nach Lektüre dessen fühlt man sich noch mehr geneigt dem Rezensenten zuzustimmen.
Die Medien sind mit dem Thema überfordert und erzählen manchmal unfreiwillig Mist, die Wissenschaft streitet noch darüber und die Politiker wollen verbieten, weil es einfacher ist als herauszufinden was das eigene Volk wirklich will. Für diejenigen die jetzt noch trotz der Fakten den Killerspielen kritisch gegenüberstehen, geht zu den Spielern und fragt sie selber, setzt euch mit der Thematik vor Ort auseinander und vor allem mit den Menschen.
Seit einiger Zeit herrscht ja zwischen dem Alpenstaat und dem libyschen Wüstenfürst Gaddafi mehr als nur Eiszeit. Seit sein etwas unartiger Sohnemann in Genf wegen Verprügelns seiner Hausangestellten für zwei Tage in den Bau gewandert ist, hat sich das Ganze mittlerweile sogar zu einer gesamteuropäischen Geschichte aufgeschaukelt. Die Ereignisse haben sich vor allem zugespitzt, seit die reisefreudige Elite des Wüstenstaates keine Visa mehr für den Schengen-Raum erhält. Im Grunde eine sinnvolle Aktion, denn ein Wirtschaftsembargo oder ähnliches hätte nur die einfachen Libyer getroffen, selbst Tamoil, die Tankstellenkette des staatlichen, libyschen Ölkonzerns wird nicht boykottiert. So trifft es genau die richtigen, Gaddafi und Co direkt. Von libyscher Seite wurden Gelder abgezogen und der Handel mit Schweizer Firmen eingestellt, haben wir hier nicht viel davon gemerkt, denn ungeachtet dessen haben wir wieder positive Wachstumszahlen was die Wirtschaft angeht. Auf den übrigen Hickhack, mit den Aufteilungsideen für die Schweiz, dem Aufruf zum Dschihad gegen die Schweiz und dem Vorschlag, dass das Schweizer Volk seine Ausseministerin in den Genfer See werfen sollte oder ähnlich peinlichen Ergüssen von Gaddafi und Sohn will ich hier gar nicht gross eingehen. Es ist im Grunde eine hochnotpeinliche Vorstellung, wenn nicht das Schicksal der Geiseln wäre.
Ein paar satirische Infos über Gadaffi
Ein Bericht zum Thema vom schweizer Magazin Rundschau von Ende Februar.
Alles in allem vermittelt der libysche Wüstenfürst in der Weltöffentlichkeit nur das Bild eines halbsenilen Clowns der sich mit all seinen Aktionen bisher ins eigene Bein geschossen hat, denn weh tat uns keine einzige der libyschen Massnahmen. Der libyschen Wirtschaft hingegen dürfte das langsam aber sicher ziemlichen Schaden zufügen.
Seit Anfang dieses Jahres mache ich ja jetzt Nägel mit Köpfen, beginne demnächst eine neue Ausbildung und bereite meinen Stellenwechsel vor. Zwar habe ich jetzt komfortablere Arbeitszeiten und 10% mehr Arbeitspensum aushandeln können, was mir unter dem Strich mehr Geld und immer noch genug Freizeit bringt, aber das was ich lernen werde, kann ich in der aktuellen Firma nicht umsetzen oder nicht in dem Umfang in dem ich das gerne möchte. Ein Grund mehr mich nach etwas neuem umzusehen. Beruflich kommt der Umbruch langsam in die Gänge und schleichend erreicht er nun auch mein persönliches Umfeld, auch hier ziehe ich mal eine Zwischenbilanz. Hier merke ich, wie sehr ich mich zurückgezogen habe, wie ich soziale Kontakte versanden liess, als es mir an Gesundheit und auch Geld mangelte. Ich war zu lange mit mir selber beschäftigt und auch damit einen Weg aus meiner persönlichen Misere zu finden. Wie sagte ich mal vor einiger Zeit zu mir selber: Überleben ist gut, aber das allein reicht mir nicht. Es wird Zeit wieder mal das Leben zu geniessen, hinaus zu gehen, wieder neue Kontakte knüpfen und vieles mehr. Ausserdem brauchen auch die dummen Netznazis und Fundis eine Pause von mir und ich vor deren Dummheiten.
Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen, ausser das ich Anfang nächsten Monats endlich damit anfangen werde regelmässig Sport zu treiben, ich verspüre auch den Drang mich regelmässiger zu Bewegen und es dürfte auch hilfreich sein den Frust vom Büro auf ein erträglicheres Mass abzubauen. Es wird auf jeden Fall hart werden, so lange wie ich jetzt gezwungenermassen aussetzen musste, aber drei mal in der Woche will ich das jetzt durchziehen. Dies wird dann die Grundlage auf der ich aufbauen werde, denn ich denke immer noch darüber nach vielleicht später mein Quantum an Bewegung vereinsmässig zu betreiben.
Ich bin hier letztens über einen interessanten Artikel gestossen, einerseits ist es sehr belustigend, dass man D&D im Knast verbietet, angeblich weil es die Gangbildung fördert, andrerseits sieht man wieder mit wieviel Vorurteilen die Gesellschaft Menschen mit viel Fantasie begegnet. Besonders deutlich zeigt sich dies in den Fällen von James Dallas Egbert III und Patricia Pulling, wo wirklich in beiden Fällen klar wird: viele Leute haben keine Ahnung um was es geht und verteufeln etwas was ihnen schlicht suspekt ist weil sie es nicht verstehen oder es nicht in ihr Weltbild passt. Das krasseste Beispiel aber sind immer noch fundamentalistische Christen, hier ein Beispiel wie sie sich die Welt von Rollenspieler vorstellen. Abgesehen davon, dass dies ausgemachter Schwachsinn im Quadrat ist brauche ich da wohl kein weiteres Wort mehr darüber zu verlieren.
Dabei ist es im Grunde nur ein interaktives Gesellschaftsspiel mit dem man auf kreative Art die Zeit totschlagen kann. Im Grunde haben wir hier wirklich fast die gleiche Problematik wie mit den ganzen Egoshootern, denn die sind im Grunde virtuelle Rollenspiele oder zumindest sind die Grenzen fliessend. Und auch hier haben wir wieder etwas was nicht ins Weltbild passt, etwas was zutiefst suspekt ist und man nicht versteht.
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