Dienstag, 16. November 2010

Status-Update

Da bin ich wieder mal, drei Wochen grüner Urlaub sind um, das Zivilleben hat mich wieder und somit auch gewisse berufliche Altlasten der letzten Zeit. Immerhin ist sich etwas am tun, denn gestern habe ich mich bei einer örtlichen Firma vorstellen können. Jetzt fragen sich sicher einige wie es denn gelaufen ist und da kann ich sagen: eigentlich ganz gut, auch wenn mir immer wieder Sachen in den Sinn kommen wo ich noch mehr hätte rausholen können, aber irgendwann muss man sich auch zufrieden geben. Ich habe mein Bestes gegeben, jetzt liegt es nicht mehr in meiner Hand und wieder sind wir beim Thema Abwarten und Geduld angelangt.

Ansonsten geht das Jahr langsam aber sicher seinem Ende entgegen, noch anderthalb Monate und es auch schon wieder um. Es ist nun an der Zeit mal zurückzublicken.
Da wäre zum einen die Probleme am Arbeitsplatz, die sich wie erwartet nicht zum Besseren gewandt haben, das hatte aber zur Folge, dass ich mich begann weiterzubilden und anfing einen neuen Job zu suchen. Eine weitere Begleiterscheinung dieser Geschichte sind jedoch seit einiger Zeit zunehmende gesundheitliche Probleme.
Das positivere ist sicher meine Weiterbildung, da es mich nicht nur geistig sehr fordert, sondern mir auch wieder neue soziale Kontakte verschafft hat. Schon jetzt bildet sich langsam ein Netzwerk, das nicht nur auf der menschlichen Ebene immer wertvoller wird, denn bei der weiteren Jobsuche und auch bei Unklarheiten in beruflichen Angelegenheiten sind sogenannte Vitamin B einfach nur Gold wert.

Hm soweit mal in Kürze, sicherlich, da ist noch einiges mehr, aber für den Augenblick muss das mal genügen.

Und der Ausblick? Naja, im nächsten Jahr kommt sicher der Abschluss meines Lehrgangs auf mich zu, eventuell liegt auch Arbeitslosigkeit drin, da ich gewisse Ansätze zu Rationalisierungsmassnahmen innerhalb der Firma erkennen kann. Vielleicht jedoch ergibt sich etwas und ich steige in einen neuen Job ein mit neuen Herausforderungen und der Möglichkeit an ihnen zu wachsen. Ein bisschen Furcht ist vor allen Dingen da, doch Mut bedeutet nun mal nicht die Abwesenheit von Angst, sondern Mut heisst es zu tun obwohl man sich davor fürchtet.
Auf jeden Fall stehen gewisse Veränderungen ins Haus, was für welche das sein werden, dass kann ich nicht mit Sicherheit sagen, mir bleibt nichts anderes übrig als mich ihnen zu stellen und das Beste daraus zu machen.

Montag, 4. Oktober 2010

Das grosse Warten

Es gibt Zeiten, die hasse ich einfach und zwar dann wenn man nichts tun kann als abwarten. Auch wenn alles auf dem Weg ist, diese Warterei ist einfach nur schlimm.
Letztendlich tue ich jedoch was ich kann, ich bilde mich weiter, ich bewerbe mich und versuche irgendwie am Ball zu bleiben ohne wahnsinnig zu werden. Auch finanziell könnte ein übler Packen auf mich zukommen sollte das eintreffen was ich denke, aber darüber muss ich, da es die Firma betrifft, Stillschweigen bewahren. Zu allem Übel darf ich ab nächster Woche wieder in die grüne Twillight Zone eintauchen und das bis Ende Monat. Auf die eine Art habe ich so Abstand von der Firma und das wird schon mal gut tun, aber es dürfte kompliziert werden sobald ich dringende Ämtergänge und Bewerbungsgespräche erledigen muss und mal davon abgesehen das ich mit dem Verein sowieso schon auf Kriegsfuss stehe.

Doch es bleibt mir nichts anderes übrig als bis November die Zähne zusammenzubeissen und dann Augen zu und durch. Wenn alles gut läuft tut sich bis Ende Jahr vielleicht beruflich eine Tür auf und wenn nicht, naja, dann halt weiter bis es klappt. Wie gesagt was bleibt mir anderes übrig, denn Aufgeben ist keine Option.

Dienstag, 14. September 2010

Schritt für Schritt

So die Konsequenzen sind gezogen in meinem "kleinen" arbeitsrechtlichen Konflikt, gestern habe ich dem Verantwortlichen nochmals die Rechtslage anhand der Fakten erklärt und auf die in meinem Falle relevanten Fristen hingewiesen. Das wurde natürlich nicht mit Begeisterung aufgenommen, aber ich war noch nicht fertig. Um ganz klar Nägel mit Köpfen zu machen habe ich daraufhin noch ein Zwischenzeugnis verlangt und um eine Woche Urlaub, wofür ich die nutzen werde sollte eigentlich klar sein.
Momentan jedoch habe ich gerade andere Prioritäten, diese Woche haben wir in der Weiterbildung die erste Zwischenprüfung für die ersten drei Module. Wenn die um ist, dann haben wir das gröbste hinter uns, da die übrigen Gebiete bei weitem nicht so weitreichend und intensiv sind wie Arbeitsrecht, Gehaltswesen und Sozialversicherungswesen. Es ist wirklich ne Menge Stoff, anspruchsvoll und intensiv, aber machbar.
Sobald das mal rum ist gehts weiter mit dem grossen Umbruch oder sollte ich sagen Aufbruch?
Auf jeden Fall habe ich letzte Woche neue Fotos machen lassen für meine Unterlagen und mir noch für das Zwischenzeugnis eine Rückversicherung besorgt, nur für den Fall das etwas drin stehen sollte was da so nicht reingehört, und dann gehts los, wieder auf den Arbeitsmarkt.

Montag, 6. September 2010

Wind der Veränderung

Sodele, es hat gekracht und zwar auf der Arbeit. Ich habe in letzter Zeit einiges hingenommen, aber jetzt ist es wirklich genug. Letzte Woche hat man nämlich beschlossen mir per sofort aus wirtschaftlichen Gründen das Arbeitspensum um 10% zu kürzen und da sowieso in Zukunft weniger Arbeit für meine Stelle anfalle.
Also, zum Einen sind 10% lächerlich, weil das bisschen Lohn, dass auf diese Art eingespart wird ist kaum der Rede wert, zum Anderen ist das so vom Gesetz her nicht erlaubt. Im Gefühl irgendwie als Manövriermasse missbraucht zu werden habe ich mich geweigert, worauf man signalisierte die Reduktion auch gegen meinen Willen zvorzunehmen. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um eine sogenannte Änderungskündigung handle die den regulären Kündigungsfristen zu folgen hat und in meinem speziellen Fall kämen sogar noch Sperrfristen hinzu, da ich nächsten Monat Militärdienst leiste. Dies hätte zur Folge, dass die Änderungskündigung erst mal Nichtig ist, da innerhalb der Sperrfrist, darum könne man mir erst Ende November den Vertrag ändern. Somit bleiben mein Pensum und Gehalt ab dann bis Ende Kündigungsfrist unangetastet.

Das wurde natürlich von der Geschäftsleitung gar nicht gut aufgenommen, aber nichtdestotrotz ist deren Verhalten nicht gesetzeskonform und nach genauerer Abklärung bei einer Fachperson käme die Firma vor dem Arbeitsgericht sehr flach raus wenn sie es auf einen Rechtsstreit, der mich nebenbei gesagt nichts kostet, ankommen lassen würden.
Soweit so gut, ich rechne persönlich damit, dass ich nach dieser Episode wahrscheinlich aus "wirtschaftlichen Gründen" gekündigt werde, stört mich allerdings nicht, da bis Ende der Kündigungsfrist bin ich mit der internen Prüfung bei meiner Weiterbildung durch und habe schon mal einen Zettel mehr in der Hand und kann mich schon mal erfolgversprechender im Personalbereich bewerben. Auf jeden Fall kriegen diverse Stellenvermittler noch diese Woche meine Unterlagen, nächste Woche verlange ich mein Zwischenzeugnis und werde der Geschäftsleitung, die sich diese Woche in Indien an einer Fachmesse befindet, mitteilen wie der arbeitsrechtliche Sachverhalt aussieht. Ich werde mir keine Freunde machen, aber ich lasse mich nun mal nicht über den Tisch ziehen.

Samstag, 21. August 2010

Invictus - unbezwungen

Invictus

(Unconquered)

Out of the night that covers me,
Black as the Pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears
Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
Finds, and shall find, me unafraid.

It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul.

William Ernest Henley 1875


Invictus

(Unbezwungen)

Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung'ne Seel mir gab.

Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart -
mein blut'ger Kopf blieb aufrecht stehn!

Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.

Was kümmert's, daß der Himmel fern
und daß von Straf' mein Buch erzähl',
ICH bin der Herr von meinem Stern,
ICH bin der Meister meiner Seel'!

Dienstag, 17. August 2010

Ende der Sommerpause

Die Unterrichtsfreie Zeit ist vorüber und es geht wieder los mit dem regulären Unterricht, die einzige Veränderung ist das Klassenzimmer. Soweit so gut und auch der Einstieg in die Materie nach Sechs Wochen hat gut geklappt, ich scheine den Stoff besser zu begreifen als ich dachte.
Es war wirklich schön all die Gesichter wieder zu sehen, wieder unter "normalen" Menschen aus der Arbeitswelt zu sein, es tat wirklich gut und ist mir momentan ein wenig ein Anker in unruhiger See. An meinem Arbeitsplatz häufen sich derweilen die Spannungen, bis Anfang dieses Jahres und zum Frühling hin ging es irgendwie, aber nun geht der Terror in eine neue Dimension. Seit dem Sommer bin ich chronisch verspannt und stark gereizt, Magenbeschwerden, Muskelverspannungen und mittlere Anfälle von Melancholie und Zorn sind die Folge, auch meine Depressionen, die ich in den Jahren zuvor in den Griff bekam sind wieder da. Ich habe das Gefühl in einem Umfeld von Gleichgültigkeit langsam aber sicher auszubrennen. Das dies meiner Arbeitsmoral nicht unbedingt zuträglich ist versteht sich von selber und ich merke wie es mir immer schwerer fällt das Tagessoll zu erreichen, selbst einfache Dinge die mir ansonsten sonst so leicht von der Hand gingen sind nun ein Kraftakt.
Ich mache mir auch ernsthafte Sorgen um meine Gesundheit und wenns nicht besser wird oder ich bis nächstes Jahr nicht wegkomme werde ich wohl den Gang zum Arzt antreten müssen, weil langsam aber sicher fehlt mir einfach die Kraft, das Ganze saugt mich aus und wird mich weiter aussaugen, bis nichts mehr von mir übrigbleibt.

Aus diesem Grund verwende ich den Hauptteil meiner Energie darauf einen neuen Job zu finden, mittlerweile prüfe ich sogar temporäre Angebote um hier wegzukommen. Nur weg von hier, noch nicht um jeden Preis, aber bald.

Aus diesem Grund ist der Mittwoch Abend mein persönlicher Lichtblick und auch von dort erhielt ich unverhofft Hilfe, durch ein weiteres Vitamin B erhielt ich eine Stellenausschreibung unter der Hand, ich werde es auf jeden Fall versuchen und mein Bestes geben. Irgendwann muss es klappen, die Alternative wage ich mir nicht vorzustellen.

Montag, 26. Juli 2010

Lebensupdate - Neue Möglichkeiten

Wieder rückt das Ende eines Lebensjahres näher, schon nächste Woche ist es wieder soweit. Zeit wieder mal ein Fazit zu ziehen und zu sehen was ich erreicht habe. Das wichtigste ist sicher mal die Weiterbildung, die, wenn alles klappt, der erste Schritt zu einer neuen Ausbildung sein wird. Das war eigentlich der Zündfunke zu einer ganzen Serie von Veränderungen, manche davon auch "nur" innerlich und (noch) ohne sichtbare Konsequenzen, aber es sind ebenfalls wichtige und vor allem notwendige Schritte auf dem Weg meinen Traum zu verwirklichen.

Calamitas virtutis occasio est - Unglück ist eine Gelegenheit, seine Stärke zu zeigen

Oder Warum das Ganze

Ich habe vor bald zwei Jahren den warscheinlich grössten Fehler meines bisherigen Lebens begangen und dem ich so einige Unanehmlichkeiten zu verdanken habe. Eine falsche Entscheidung kann jahrelange Arbeit ruinieren, doch irgendwie musste es so kommen.
Damals vor zwei Jahren habe ich einen Job angenommen, wohlgemerkt war es eigentlich als Übergangslösung gedacht, doch die Finanzkrise machte daraus eine dauerhafte Sache. Eine zeitlang gedachte ich sogar mich mit den Umständen zu arrangieren und das Ganze als Chance zu sehen, doch schon schnell stellte es sich heraus, dass ich mich hier in eine loose-loose-Situation hineinmanövriert hatte. Das ich mich im Job unterfordert fühle, bei der Informationskette wie selbstverständlich übergangen werde und sozusagen immer wie mehr zum Depp vom Dienst werde, sind Dinge die nur die Spitze des Eisbergs aufzeigen, aber hierzu muss ich zum Selbstschutz und zur Wahrung der Anonymität aller beteiligter den Mantel des Schweigens ausbreiten. Mehr will ich dazu momentan einfach nicht sagen.

Dieser Job hat in den bald zwei Jahren zweitweise regelrecht das Leben aus mir rausgequetscht, ich war selten soviel krank wie in dieser Zeit, ausserdem reagiert auch das Seelenkostüm mit sehr eindeutigen Warnsignalen, Psychosomatik und depressive Phasen sind die Folge.
Alles in Allem mehr als genug Gründe um diesen Zustand eher heute als morgen zu beenden und vielleicht tut sich gerade jetzt eine Tür auf.
Letzten Freitag war diese Misere auch Gesprächsthema, als ich mit zwei guten Freunden in einem guten Lokal sass und wir uns an thailändischen Köstlichkeiten labten. Mein langjäriger Freund, bald ist das zwanzigjährige Jubiläum fällig, arbeitet bei einem sehr erfolgreichen Pharmaunternehmen und das auch schon seit längerer Zeit. Er meinte ich sollte es doch mal bei ihnen versuchen, er würde sogar das eine oder andere gute Wort einlegen für mich. Ich war wirklich gerührt.

Nachdem ich das mal übers Wochenende habe sacken lassen und dem Ende der Euphorie-Lustschloss-Zweifel-Phase hinaus bin, kam ich zum Entschluss das anzupacken. Nützt es nichts, schadets auch nichts und was habe ich dabei zu verlieren. Nichtdestotrotz will ich es so professionell wie möglich angehen, mich informieren, ein gutes Schreiben aufsetzen und meine Selbstvermarktungsstrategie optimieren. Nichts überhasten und vor allem keine Schnellschüsse.