Dienstag, 7. Juli 2009

Psychozeit - Gewürm und Gelaber

Alle Jahre wieder kommt das Kellerkind und beglückt die virtuelle sowie leider auch die reale Welt mit seiner Anwesenheit. Wie ein abgehalfterter Wanderzirkus geht er dann wieder auf Tournee mit der gleichen, langweiligen Show wie zu seiner Gründungszeit.
Dann ist es wieder eine gute Gelegenheit den Computer auszumachen, wegzufahren, Stammtische und Events nur noch über geschlossene Facebookgruppen zu planen, bis der Spuk ein Ende hat.
Mir tun alle diejenigen leid, die ihn noch nicht kennen, aber noch kennen lernen werden. Es soll keiner sagen, dass er nicht gewarnt wurde.

Wie auch immer, aus dem einen Forum wo er wieder zugelassen wurde, eine Entscheidung des Admins die ich respektiere, aber weder verstehen noch gutheissen kann, habe ich mich mal zurückgezogen, sonst kommen wieder die bösen Vorwürfe der Hetze. Allerdings für Hetze muss man Aufwand betreiben und sich anstrengen, aber wie soll man sich denn anstrengen, wenn der geschädigte schon alles selber in die Hand nimmt? Es ist zutiefst ironisch, aber leider ein Fakt und das meinte ich mit: bis der Spuk ein Ende hat. So lief es bisher immer, der Herr geht wieder auf Tour und beisst mit seiner ganz besonderen Art auf Granit, kriegt eins auf den Deckel und verzieht sich theatralisch heulend wieder ins Loch. Zu allem Überfluss sind es dann immer die gleichen, die die Gesamtschuld an seiner Misere haben.

Wie dem auch sei, ich halte mich da raus, soll jeder seine eigenen Erfahrungen mit ihm machen, der letzte der ihn jedenfalls in Schutz genommen hatte bereut das wahrscheinlich bis Heute, spätestens jedoch seit er von seinem armen, wehrlosen und überall verhassten Schützling öffentlich in die Pfanne gehauen wurde. Aber da können auch noch andere ein Liedchen von singen, wenn sie den armen Tropf nicht schon längst vergessen und begraben hätten.
Ich lehne mich nur noch zurück und betrachte dieses Trauerspiel aus der Ferne, keinesfalls werde ich mir die Hände schmutzig machen, es sei denn er schleppt noch mehr deutschtümelnde Nationale, auch Nutellas genannt, Spammer und Verschwörungstheoretiker in sein Fahrwasser, auf das auch noch diese dieses eine Forum in Massen penetrieren.

Montag, 6. Juli 2009

Rauchfrei Tag 6.

Der Wille triumphiert, seit bald einer Woche bleibe ich dem Tabak fern und so wies aussieht kann ich bequem damit weitermachen.
Einzig musste letzte Woche beinahe mein Staubsauger dran glauben als ich versuchte den Staubbeutel zu wechseln und der partout nicht reinpassen wollte. Da ich eh schon angefressen war, tat der körperliche Entzug sein übriges... Zum Glück gibts Sekundenkleber und handwerkliches Basiswissen....

Aber ansonsten gehts mir gut, erstaunlich gut sogar, das Verlangen dominiert nicht mehr mein Denken, nur hin und wieder und in gewissen Situationen kommt es wieder hoch und nervt. Hier kommt die Willenskraft zum Zug, damit sich die neue Gewohnheit - nicht mehr zu rauchen- festigen kann und es so keinen Rückfall in alte Muster gibt.
Ebensowenig stören mich übrigens Raucher und Zigarettenrauch, es soll ja Ex-Raucher geben die sehr ungemütlich werden sobald in ihrer Nähe geraucht wird. Diese Leute zeigen deutlich, dass sie nur oberflächlich von der Sucht los sind und noch sehr an sich zu arbeiten haben. Denn clean ist man nicht wenn allein das Suchtmittel fehlt, nein, clean ist man dann wenn man ohne das Suchtmittel auskommt und es auch keine Verlockung mehr darstellt.
Wie schon erwähnt, mich stört es nicht und selbst wenn, dann habe ich das Problem und nicht die anderen.
Das ganze Entzugsprogramm wollte ich eigentlich auch noch körperlich unterstützen, doch leider fiel die Sache mit meinem Unfall im Militärdienst flach. Mein Knie muss noch etwas länger abheilen, bevor ich mich so in sportliche Aktivitäten stürzen kann wie ich gern würde. Solange muss ich mich halt noch zurückhalten und dem Körper die nötige Zeit geben um die Reparaturen zu vollenden, es nützt mir gar nichts wenn ich statt mit Zigaretten meinen Körper nun mit Sport ruiniere, aber etwas mehr Bewegung soll es schon sein.

Alles in allem war es bisher eine interessante Erfahrung und eine Entscheidung die ich nicht bereue.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Rauchfrei Tag 1

Ich habe es vor einiger Zeit angekündigt, es ist Schluss mit dem blauen Dunst und das ziehe ich jetzt durch. Ein Test der Willenskraft und Heute wurde der Anfang gemacht. Meine letzte Packung habe ich verschenkt, das Feuerzeug blieb zu Hause heute Morgen. Entzug und Verlangen, kommt nur her, weder fürchte ich euch, noch werdet ihr mich bezwingen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Auf dem Pfad der Kleriker Aventuriens

Nach dem gestrigen Spieleabend steht mein momentaner Rollenspielcharakter vor einem Scheideweg. Die Dinge haben sich nicht unbedingt zu seinen Gunsten entwickelt oder besser gesagt: es wurden bei diesem halbwegs umgänglichen Göttergeweihten, Dinge tangiert die für ihn indiskutabel sind. Der Kernauftrag der Geweihten Rondras ist der Schutz wehrloser, die wahrung der zwölfgöttlichen Ordnung und die Bekämpfung derer Feinde. Dazu gehören, Dämonen und deren Paktierer, die Sendboten des Namenlosen und die Jäger der Nacht, auch Vampire genannt.
Im aktuellen Abenteuer spielen die letztgenannten die Hauptrolle. Zu allem Überfluss sieht es nun danach aus, dass sich unsere Heldengruppe mit den Domini Noctis, einer Gruppe einflussreicher Vampiraristokraten im westlichen Aventurien, zusammenarbeiten müssen. Für den Rondrageweihten ein Punkt der gegen seine tiefsten Prinzipien geht. Zu allem Überfluss kommt diese Anweisung vom Auftraggeber, einer Erzgeweihten Borons und ranghohes Mitglied in den Reihen der Golgariten, doch dies minderte in keinster Weise die lautstarke Entrüstung des Knappen der Göttin. Frevel, Sakrileg, wider der göttlichen Ordnung und Blasphemie waren noch die harmloseren Worte die mein Charakter in den Mund nahm. Der Rest der Heldengruppe war von dieser Vorstellung regelrecht überrollt, auch wirkte der offene Fanatismus des Rondrageweihten sehr befremdlich, was auch daran liegt, dass sie diese Seite von ihm noch nicht kennen. Er mag zwar ansonsten sehr tolerant sein, doch auch die Toleranz eines Rondrianers hat Grenzen und es gibt Dinge, die gegen seine tiefsten Überzeugungen sind.
Es ist noch unklar, ob er sich dem Heldentrupp nach Vinsalt anschliessen wird, doch wenn, dann wird es ziemlich heiss für ihn und die anderen.

Wie gesagt es ist ein Scheideweg und die Entscheidung ist noch offen.

Sonntag, 7. Juni 2009

Wieder mal....

Ich habe es gewiss schon einige Male gemacht, während der Grundausbildung und dann später zu Hause. Der ewige Kampf mit dem spärlichen Platz. Wie stopfe ich 20 Kilo Ausrüstung in einen einzigen Rucksack und eine Tasche? Und da ist nicht nur Wäsche dabei.....
Stiefel, Schuhe, Waschzeug undundund....

Aber irgendwann da ists geschafft, der letzte Riemen gestgezurrt und man merkt, man hat was vergessen... Also alles nochmal auseinandernehmen und nochmal den Ringkampf mit dem Rucksack spielen. Dann wenn endlich wieder alles so ist wie es sein sollte, das Ganze noch an der Trageinheit festmachen und dann mal den Tragetest. Dieses Mal ging es ganz gut, ich scheine kräftemässig wieder auf der Höhe zu sein, wenn ich daran denke, dass es mir letztes Jahr gesundheitlich gar nicht gut ging und meine Konstitution ziemlich am Allerwertesten war. Da frage ich mich ernsthaft wie ich die vielen Strecken mit all dem Gerümpel geschafft habe ohne zusammenzubrechen. Mal schaun, dieses Jahr wirds bergig, aber das hatte ich auch schon mal und habe es überlebt, zwar habe ich geschwitzt wie ein Stier aber ich bin oben angekommen.

Und auch meine Waffe, verstaubt aber rostfrei, muss ihren sicheren Ort wieder mal verlassen. Ein kurzer Funktionscheck, Arretierhebel blockieren, den Schlitten ein paar mal durchrattern lassen, ein schneller Rostcheck am Lauf und an der Kammer. Soweit alles I.O, auch wenn ich nicht daran glaube, dass ich sie dieses Jahr gross brauchen werde. Immerhin habe ich die letzten Jahre mehr geschossen als während meiner ganzen Grundausbildung. Besser geworden bin ich nicht wirklich, auf bis dreissig Meter ganz passabel, aber auf fünfzehn und drunter tödlich. Vor allem da zerreisst es mir regelmässig mindestens eine Doublette und eine Kugel dreht dann ab vom Rest in Richtung Kopf. Darum tödlich.

Mal gucken, um 10 fährt mein Zug, zweimal umsteigen, aber ansonsten ganz human. Ich hoffe nur, dass unser grünschnäbeliges Kader nicht auch diesen Dienst komplett und nach Lehrbuch verbockt. Mir sitzt immer noch das letzte Jahr in den Knochen und über ein paar unprofessionell gehandhabte Vorfälle bin ich noch nicht hinweg.
Wie de auch sei, ich freue mich auch auf einige Gesichter und das wird selbst die schlimmste Katastrophe wider die menschliche Vernunft erträglicher machen. Geteiltes Leid ist nun mal halbes Leid.

Bis in drei Wochen wieder, auch wenn ich mich bemühe an den Wochenenden meinen Blog up to date zu halten.

Freitag, 5. Juni 2009

Donnerstag, 4. Juni 2009

Fundstück: Ausländer in der Schweiz

Clash of the cultures, kleine Peinlichkeiten und die Tücken der Migration.

Du weisst, dass du Ausländer in der Schweiz bist wenn:



Wenn du früher eine Satellitenschüssel auf dem Balkon hattest (wie 90% deiner Nachbarn auch)

Wenn du all deinen Schweizer Freunden das Fluchen in deiner Muttersprache beigebracht hast

Wenn du dich über die Mentalität der Schweizer aufregst ohne dabei zu merken, dass du genau so wie sie geworden bist

Wenn du dich in jeden Ferien in deinem Heimatland darüber aufregst, dass alle Leute und alle Büsse Verspätung haben

Wenn du mehr über die schweizer Geschichte Bescheid weisst als der grösste Teil der Schweizer

Wenn deine Familie plötzlich alle Bräuche und Feste feiern, was sie in der Heimat nie taten

Wenn du an der Hochschule oder Uni behandelt wirst, als hättest du dich in die falsche Schule verirrt.

Wenn manche Menschen denken, du könntest alle Sprachen sprechen, weil du Ausländer bist

Wenn du dein Essen in einem Laden deines Landsmannes kaufst, deinen Wagen in einer Garage deines Landsmannes reparieren lässt, deine Freizeit in Kulturvereinen/Kneipen/Cafés/Discos deiner Landsleute verbringst...

Wenn du nach deinem Auszug aus dem Elternhaus auch die Gerichte deiner Heimat kochst und an den Bräuchen festklammerst, obwohl dich dies immer genervt hat

Wenn keiner deinen Namen richtig aussprechen kann

Wenn dein Partner Schweizer ist, bricht die Welt deiner Eltern zusammen


Ein kleiner Auszug meiner Favoriten.